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Vom 29.10.2011 bis zum 09.11.2011 fanden in Bad Wiessee die 15. Offenen Bayerischen Einzelmeisterschaften statt. Bei diesem Schachturnier handelt es sich um eine der größten und am besten besetzten Veranstaltungen in Deutschland. In diesem Jahr fanden sich in der Wandelhalle in Bad Wiessee über 460 Teilnehmer ein, vom Großmeister bis zum Anfänger. Der Preisfond betrug 16.500 Euro, von denen der Turniersieger 2.500 Euro erhielt. Gespielt wurden neun Runden, was den Teilnehmern ermöglicht, sich eine von drei Normen für den Erwerb von internationalen Meistertiteln zu erspielen.

Zu dem Turnier hatten sich acht Spieler mit einer ELO-Zahl von über 2600 angemeldet. Sie befinden sich in der alle zwei Monate neu ermittelten Weltrangliste unter den TOP 200. Die Rangliste führte GM Sergei Zhigalko, ein weißrussischer Großmeister und immerhin die Nr. 50 der Weltrangliste, vor Liviu-Dieter Nisipeanu, einem rumänisch-deutschen Großmeister (Nr. 113), und dem indischen Großmeister Parimarjan Negi. Erst auf Startrang 4 folgte der amtierende Deutsche Meister Igor Khenkin (Wiesbadener SV). Der Vorjahressieger Alexander Khalifman aus Russland, Schachweltmeister in den Jahren 1999 und 2000 sowie viermaliger Turniersieger in Bad Wiessee, war diesmal leider nicht am Start.

Die Farben des TSV 1860 Weißenburg wurden bei diesem Turnier von Thomas Strobl, dem Leiter der Schachabteilung, vertreten, allerdings nicht als Spieler, sondern als Schiedsrichter. Thomas Strobl ist schon seit 1994 Nationaler Schiedsrichter und kommt damit regelmäßig als Schiedsrichter in der 1. und 2. Schachbundesliga zum Einsatz. Außerdem ist er seit einigen Jahren Hauptschiedsrichter bei den Mittelfränkischen Einzelmeisterschaften, die 2012 nach vielen Jahren wieder einmal in Weißenburg stattfinden werden. 2010 wurde Thomas Strobl vom Weltschachverband FIDE der Titel des FIDE-Schiedsrichters verliehen, der zweithöchsten Stufe, die ein Schachschiedsrichter in seiner Karriere erreichen kann. In Bad Wiessee übte er zum zweiten Mal das Amt des stellvertretenden Hauptschiedsrichters aus.

Gespielt wurden neun Runden, an jedem Tag eine. Die 461 Teilnehmer verteilten sich auf 30 Nationen. Die meisten Teilnehmer stellten Deutschland (372), Niederlande (17) und Österreich (11). Am weitesten reisten jeweils zwei Teilnehmer aus Indien sowie den USA. Insgesamt waren 31 Großmeister, 14 Internationale Meister und 32 FIDE-Meister am Start.

Für die Spitze ging das Turnier eigentlich erst am vierten Tag richtig los. So lange dauert es, bis sich gewissermaßen die Spreu vom Weizen trennt. Die Paarungen werden zu jeder Runde nach einem detailliert vorgegebenen Verfahren bestimmt. Das übernehmen heutzutage zertifizierte Computerprogramme. Damit soll der Zufall ausgeschaltet und Manipulationen vorgebeugt werden. Es sollen möglichst immer punktgleiche Teilnehmer gegeneinander spielen. Innerhalb einer solchen Punktegruppe werden die Teilnehmer nach ihrer Wertungszahl gereiht und in eine obere und eine untere Hälfte geteilt. Es spielt dann die obere Hälfte gegen die untere Hälfte, wobei man einen Gegner nur einmal erhalten darf und der sog. Anzugsvorteil mit den weißen Steinen nach jeder Partie wechseln soll. Da alle Teilnehmer am Anfang naturgemäß mit 0 Punkten starten, sind die Spielstärkeunterschiede am Anfang enorm. Überraschungen sind damit natürlich nicht ausgeschlossen. So landete zum Beispiel in der ersten Runde der Kitzinger Georg Kwossek den Sieg des Tages, als er den an Nr. 10 gesetzten GM Eduardas Rozentalis aus Litauen niederrang. Das ist aber auch der Reiz eines solchen Turniers, dass man zu Turnierbeginn auf einen der Großen treffen kann.

Bis zur letzten Runde gelang es keinem der topgesetzten Spieler sich entscheidend abzusetzen. Lediglich der an Nr. 7 gesetzte GM Alexander Graf aus Plauen schaffte es, sich während des gesamten Turniers in der Gruppe der Punktbesten zu halten. Nach der vorletzten 8. Runde übernahm er sogar die alleinige Führung mit 7 Punkten, allerdings verfolgt von einer Gruppe mit 18 Spielern, die auf ihn einen halben Punkt Rückstand hatten. Der Nachteil dieser „Pole Position" ist, dass er den stärksten Spieler aus der Verfolgergruppe erhält. Bereits in der 6. Runde hatte Alexander Graf den topgesetzten Weißrussen Zhigalko ein Remis abgerungen hatte, so dass er es folgerichtig mit der Nr. 2, dem Deutschrumänen Nisipeanu zu tun bekam. Da er sich in dieser Partie mit einem Remis begnügen musste und es in der Verfolgergruppe drei Sieger gab, landeten auf den ersten Plätzen vier Spieler mit 7,5 Punkten. Unter ihnen setzte sich GM Graf nach der Feinwertung gegen GM Negi (Indien), GM Kempinski (Polen) und GM Zhigalko (Weißrussland) durch.

Der TSV Weißenburg bildet bekanntlich im Schach eine Spielgemeinschaft mit dem FC Gunzenhausen. Aus unserem Partnerverein waren mit Gerd Fischer und Manfred Hein zwei Spieler am Start. Manfred Hein war in der nach Wertungszahlen sortierten Startrangliste in der unteren Hälfte weit vorne und durfte sich deshalb in der 1. Runde mit dem an Nr. 17 gesetzten französischen GM Andrei Sokolov messen. Dieser ließ ihm jedoch keine Chance, so dass die erhoffte Überraschung ausblieb. Am Ende landete er mit 5 Punkten auf einem hervorragenden 166. Platz rund 100 Plätze vor seinem Startrang. Nicht so gut erging es Gerd Fischer, der mit 4 Punkten auf dem 256. Platz landete und somit unter seinen Möglichkeiten blieb.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung des 17jährigen Maximilian Berchtenbreiter aus Rosenheim, der mit 6,5 Punkten auf dem 33. Platz landete. Mit dieser Leistung erspielte er sich seine dritte der drei erforderlichen Titelnormen für den Internationalen Meister und bekommt vom Weltschachverband FIDE bei nächster Gelegenheit den IM-Titel verliehen. Mit einem Sieg in der Schlussrunde hätte er sogar eine Großmeister-Norm erreichen können. Doch dem deutlich stärker eingestuften IM Ziska gelang es, sich kurz vor dem Matt mit einem Dauerschach wenigstens ins Remis zu retten.

Im nächsten Jahr finden die Offenen Bayerischen Schachmeisterschaften zum 16. Mal während der Herbstferien in Bad Wiessee statt. Auch dann wird Thomas Strobl als stellvertretender Hauptschiedsrichter wieder mit von der Partie sein.

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