Der TSV 1860 Weißenburg hat den Monat Oktober und zugleich die Vorrunde in der Fußball-Landesliga Nordost mit einem Sieg abgeschlossen. Im Nachholspiel gegen starke Gäste vom SV Mitterteich feierte das Team des Trainerduos Mario Swierkot/Sebastian Schulik einen hart erkämpften 2:1-Erfolg. Beide Tore erzielte Robin Renner. Mit dem „Dreier“ konnten die Weißenburger ihre bislang – auch verletzungsbedingt – etwas magere Oktoberbilanz verbessern. „Zuletzt hatten wir nicht so tolle Ergebnisse“, räumte auch Schulik ein. Umso mehr freute er sich zusammen mit Swierkot, dem Team und den Fans über einen „guten Abschluss“ für die Vorrunde und den Monat Oktober. Sieben Punkte sind es nun aus den sechs Partien der vergangenen gut vier Wochen.
Der TSV 1860 bleibt mit insgesamt 29 Punkten auf Platz sieben der Tabelle und hat seinen Vorsprung auf die Abstiegszone auf zwölf Zähler erhöht.
Das Match gegen die weit gereisten Gäste aus der Oberpfalz (Mitterteich liegt ca. 190 Kilometer entfernt nahe der Grenze zu Tschechien) war ein Flutlichtspiel und hatte von daher eine besondere Atmosphäre. Im Lichterschein auf dem gut bespielbaren C-Platz in der Rezataue entwickelte sich vom Anpfiff weg ein temporeiches und sehr intensiv geführtes Match. Mitterteich erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner. „Sie haben uns alles abverlangt“, stellte auch Schulik fest. Der SVM hatte in der ersten Hälfte leichte Feldvorteile, blieb aber dank guter Weißenburger Defensivarbeit ohne klare Torchancen.
Anders der TSV 1860: Ab Mitte des ersten Abschnitts waren die Gastgeber der Führung deutlich näher, es fehlte laut Coach Schulik aber die Durchschlagskraft. Julian Bürlein scheiterte aus spitzem Winkel an SV-Torhüter Tim Lauterbach (36.). Die anschließende Ecke landete bei Alexander Morgenroth, dessen Kopfball der Keeper an die Latte lenkte. Ein Tor von Christian Leibhard wegen angeblichem Abseits wurde umstrittenerweise nicht gegeben. Doppeltes Pech für Weißenburg: Leibhard verletzte sich bei der Aktion und musste in der Pause ausgewechselt werden. In der 45. Minute hatte Jonas Ochsenkiel nach einem feinen Pass von Marco Jäger ebenfalls die Führung auf dem Fuß, der Kapitän hob den Ball aber über den Torwart und das Gehäuse hinweg.
Das verdiente 1:0 fiel dann wenige Minuten nach Wiederbeginn: Robin Renner drang mit gewohnt viel Tempo in den Strafraum ein und vollendete vorbei am Keeper zur Führung. Der Ball rutschte dabei durch zwei Abwehrspieler auf der Linie durch (54.). In der 61. Minute glichen die Gäste zum 1:1 aus, als ein Kopfball an den Innenpfosten ging und Slavomir Strmiska als einer von mehreren tschechischen Spielern im SV-Team abstaubte. Der gleiche Akteur setzte in der 74. Minute einen Freistoß über die Latte.
Dann waren wieder die Weißenburger am Zug oder besser gesagt Robin Renner. Er kam im Sechzehner an den Ball und hob ihn über Schlussmann Lauterbach ins lange Eck – sehr stark gemacht vom Matchwinner des TSV 1860! Die 2:1-Führung war der Startpunkt für eine heiße Schlussphase, in der Strmiska eine Zehn-Minuten-Strafe wegen Meckerns erhielt und in der die Weißenburger durch Ochsenkiel sowie Fabian Häßler Pech hatten und jeweils nur den Pfosten trafen.
„Wir hätten den Sack eigentlich früher zumachen müssen“, fand Sebastian Schulik. So aber blieb es spannend bis in die Nachspielzeit, in der Strmiska im Strafraum zu Boden ging, allerdings forderten die Gäste vergeblich Elfmeter. Am Ende bejubelten die Weißenburger den sechsten Heimsieg der Saison, der aufgrund der klareren Tormöglichkeiten auch verdient war. Das Nachholmatch markierte zugleich den Schlusspunkt einer für Weißenburg sehr erfolgreichen Vorrunde. Zuletzt ist der TSV 1860 bereits mit einem 0:0 gegen Quelle Fürth in die Rückrunde gestartet und hat nun am heutigen Samstag, 2. November, um 14 Uhr ein schweres Auswärtsspiel: Die Weißenburger sind beim neuen Tabellenführer SC Großschwarzenlohe zu Gast.
Die TSV-Trainer Schulik und Swierkot sind überzeugt, dass es „eine andere Aufgabe wird“ als beim 1:1 im Hinspiel Ende Juli. Inzwischen ist Groß‘lohe eingespielt, hat nach zuletzt acht Siegen in Serie die Tabellenführung erobert (vor dem punktgleichen SV Buckenhofen) und ist ein klarer Titelkandidat. Von daher gelte es im Weißenburger Lager alle Kräfte zu bündeln und dem Favoriten auch mit dem Selbstvertrauen von vier Punkten aus den letzten beiden Heimspielen entsprechend Paroli zu bieten.
TSV 1860 Weißenburg: Laub, Jäger, Meier, Leibhard (46. Häßler), Hohe, Schneider, Leitel, Renner, Bürlein (64. Schmied), Morgenroth (72. Schulik), Ochsenkiel.
SV Mitterteich: Lauterbach, Paulus, Simon Günthner, Kahrig (58. Jackwert), Majka (60. de Souza), Kolar, Höcht, Strmiska, Döllinger (84. Louis Günthner), Jakub Nedbaly (16. Dylda), Pollak.
Schiedsrichter: Maximilian Wirkner (FC Mertingen); Zuschauer: 100; Tore: 1:0 Robin Renner (54. Minute), 1:1 Slavomir Strmiska (61.), 2:1 Robin Renner (79.).
