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Schulik Swierkot

Unser TSV 1860 hat mit Mario Swierkot und Sebastian Schulik verlängert. Am Donnerstag geht’s nach Tirol: Doppelt genäht hält besser, heißt es immer so schön. Umgemünzt auf den Fußball und auf den TSV 1860 Weißenburg könnte man sagen, dass sich hier eine Doppellösung vollauf bewährt hat. Seit vergangenem Sommer jedenfalls hat der Landesligist mit Mario Swierkot und Sebastian Schulik ein Spielertrainer-Duo. Jetzt steht fest, dass der TSV mit den beiden auch in die kommende Saison 2025/2026 gehen wird.


Die entsprechenden Gespräche liefen schon seit Ende vergangenen Jahres, und dabei zeichnete sich schnell ab, dass die Zusammenarbeit weitergehen würde. Nun, zum Auftakt der Wintervorbereitung, wurde die Verlängerung mit dem Trainergespann perfekt und zugleich öffentlich gemacht. Das lag letztlich auch auf der Hand, denn bislang ist es unter Swierkot/Schulik bestens gelaufen. Die Weißenburger und ihr Trainerduo waren trotz eines großen personellen Umbruchs sehr erfolgreich in die Saison gestartet. Erst im Oktober/November wurde die Bilanz ein wenig getrübt, was aber vor allem an vielen verletzungsbedingten Ausfällen lag. Dennoch: Aktuell überwintern die TSVler mit 30 Punkten auf Rang zehn der Landesliga Nordost und haben ein Polster von sieben Zählern auf die Abstiegszone.
Vonseiten der Mannschaft wollte man unbedingt mit dem Duo weitermachen: „Alle sind positiv gestimmt. Mario und Sebastian machen das top, es macht mega Spaß“, sagt Kapitän Jonas Ochsenkiel stellvertretend für das Team. Zusammen mit seinem Stellvertreter Christian Leibhard hat er auch die Gespräche mit den beiden Trainern geführt. Noch nicht eingebunden war der neue Fußball-Spartenleiter Angelo Giugliano, der erst seit Kurzem im Amt ist, die Verlängerung aber ebenfalls begrüßt.
Mario Swierkot und Sebastian Schulik freuen sich sehr, „dass wir weiterhin Teil der rot-weißen Bomber sein und weiterhin für diesen besonderen Verein arbeiten dürfen“. Sie bedanken sich für das Vertrauen der Mannschaft und der Verantwortlichen und sind „hoch motiviert, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen“. Großes Ziel ist und bleibt in der Restrückrunde der Klassenerhalt.
„Eine Wahnsinnsreise“
Das Trainerduo weiß beim TSV 1860 besonders die Mischung aus einem „familiären und zugleich ambitionierten Verein“ zu schätzen. Es sei bislang ein „unglaubliches erstes halbes Jahr gewesen. Sehr lehrreich und emotional – eine Wahnsinnsreise“, sagt Mario Swierkot. Diese Reise nun fortzusetzen, ist speziell für ihn eine „Herzensangelegenheit“, zumal er bei den Weißenburgern einst schon in der Jugend und teils auch bei den Herren gespielt hat.
Swierkot (35, unter anderem SV Seligenporten) und Schulik (38, unter anderem TSV Kornburg) waren bis zur Regionalliga als Spieler am Ball. Kennengelernt haben sie sich in der gemeinsamen Zeit beim SC Feucht und können nun beim TSV 1860 viel von ihren Erfahrungen weitergeben. So auch in der laufenden Wintervorbereitung. Hier stand zuletzt das erste Testspiel just gegen den Liga-Konkurrenten SC Feucht auf dem Plan. Das Spiel auf dem Kunstrasenplatz des VfL Nürnberg ging mit 1:2 verloren, Robin Renner erzielte den Weißenburger Treffer.
Weit wichtiger als das Resultat war aber die Rückkehr zahlreicher Spieler, die in der ersten Saisonhälfte noch verletzungsbedingt ausfielen. Swierkot: „Wir hatten acht Leute auf der Bank und haben wild durchgemischt.“ Auch Jonas Ochsenkiel hat festgestellt, dass im neuen Jahr wieder „ein anderer Zug dahinter ist“, weil der Kader wieder größer ist. „Wir haben eigentlich immer 20 Leute im Training“, so der Kapitän.
Nach rund 18 Monaten Zwangspause feierte bei dem Testspiel in Nürnberg zum Beispiel David Zischler sein Comeback auf dem Platz. Er war vergangenen Sommer vom SV Wettelsheim zum TSV 1860 (zurück-)gekommen. Wieder im Einsatz waren gegen Feucht ferner auch Yannis Herger, Tim Koszorus und Schulik selbst. Elvis Ljiko war schon in der Halle wieder dabei, fehlte diesmal aber erkrankt.
Eine heftige Grippe hatte zuletzt auch Mario Swierkot erwischt. Der Spielertrainer ist nach seiner schweren Verletzung vom Saisonbeginn ansonsten wieder im Aufbautraining, will das Comeback aber in Ruhe und „Schritt für Schritt“ angehen. Auch Noah Leitel könnte im Lauf des Frühjahrs wieder zurückkehren. Bei den Langzeitverletzten Lukas Siol und Zijad Eco heißt es hingegen noch abwarten.
Von Donnerstag bis Sonntag (6. bis 9. Februar) wird der TSV 1860 nun mit gut 20 Mann ins Trainingslager nach Mutters bei Innsbruck fahren. Mehrere Einheiten sowie ein Spiel (jeweils auf Kunstrasen) und natürlich auch gemeinsame Unternehmungen und Geselligkeit stehen dort auf dem Programm. Der Kontakt zur Unterkunft, dem Hotel Seppl, lief auf der familiären Schiene über TSV-1860-Mittelfeldspieler Fabian Häßler. Er und alle anderen freuen sich auf die gemeinsamen Tage in Tirol.