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Schulik Swierkot

Unser TSV 1860 startet nach einem größeren Umbruch an diesem Samstag bei Quelle Fürth in die neue Saison.

Die beiden neuen Spielertrainer Mario Swierkot und Sebastian Schulik wollen eine „Rot-Weiße-Bomber-Mentalität“ entwickeln. Der TSV 1860 Weißenburg steht vor dem Start in seine vierte Landesliga-Saison in Folge. Fußball auf Verbandsebene ist nach wie vor keine Selbstverständlichkeit an der heimischen Rezataue und insofern freuen sich die Mannen um die Kapitäne Jonas Ochsenkiel und Christian Leibhard riesig auf die neue Spielzeit. Zum Auftakt gastieren die Weißenburger an diesem Samstag, 20. Juli, um 15 Uhr bei der SG Quelle Fürth. Eine Woche später folgt am Samstag, 27. Juli, um 17 Uhr die Heimpremiere gegen den SC Großschwarzenlohe. Personell hat sich einiges verändert beim TSV 1860. Allen voran haben Mario Swierkot und Sebastian Schulik als neues Spielertrainer-Duo übernommen und die Nachfolge von Langzeittrainer Markus Vierke angetreten. Letzterer hatte die Weißenburger in seiner siebenjährigen Amtszeit in die Landesliga geführt und dort etabliert. Nun stehen die beiden Neuen in der Verantwortung und sind die Aufgabe und Herausforderung mit viel Elan und positiver Energie angegangen. Beide bringen viel Erfahrung aus dem höherklassigen Fußball mit und haben bei verschiedenen Vereinen bis zur Bayernliga und Regionalliga gespielt – teilweise sogar im gleichen Team. Während Schulik (unter anderem Eltersdorf, Kornburg und Feucht) den TSV 1860 Weißenburg bislang vor allem als Gegner kannte, ist es für Swierkot die Rückkehr zu seinem Heimatverein, bei dem er einst in der D-Jugend unter Trainer Franz Wokon begonnen hatte.

Zuletzt in Ellingen und Straubing
Nach Spielerstationen in Feucht, Eichstätt, Seligenporten und auch Weißenburg war der 34 Jahre alte Höttinger zuletzt fünfeinhalb Jahre Spielertrainer beim Kreisklassisten TSG Ellingen. Der 37-jährige Schulik, der in Gaulnhofen bei Kornburg lebt, war in der ersten Saisonhälfte 2023/2024 spielender Co-Trainer beim VfB Straubing (Bezirksliga) – Spielertrainer dort war ein alter Bekannter, nämlich der Ex-Weißenburger Maximilian Zischler, der nun in der neuen Saison für die SpVgg Landshut (Landesliga Mitte) aufläuft.
Doch zurück zum TSV 1860: Dort hat es im Spielerbereich einen „Riesenumbruch“ gegeben, wie Swierkot sagt. Vom Stamm der „Ersten“ verließen Johannes Meyer (Pfofeld/Theilenhofen), Daniel Hofrichter (VfB Eichstätt), Philipp Schwarz (SC Großschwarzenlohe), Max Pfann und Tobias Schnitzlein (beide SV Alesheim) den Verein. „Es war uns bewusst, dass damit Qualität und Identifikation verloren gegangen ist“, stellen Swierkot und Schulik unisono fest. Zugleich identifizieren sich beide aber mit dem Konzept des Vereins, das auf Spieler aus der Region und aus dem eigenen Nachwuchs, auf jeden Fall aber mit einem Bezug zu Weißenburg setzt.
So kehren Torhüter Maximilian Laub (von der TSG Ellingen), David Zischler (SV Wettelsheim), Julian Bürlein (VfL Treuchtlingen), Yannis Herger (VfB Eichstätt), Fatjon Nitaj (ESV Treuchtlingen), Jonathan Karl (SC Stirn) und Robert Prohaska (SG Ramsberg/St. Veit) zurück zum TSV 1860, wo sie in der Jugend und teils auch bei den Herren schon am Ball waren. Einziger echter „Neuer“ beim TSV 1860 ist somit Jörn Hohe, der nach dem Rückzug des SV Seligenporten aus der Bezirksliga einen neuen Verein suchte. Natürlich sind auch zahlreiche Leistungsträger der vergangenen Jahre geblieben und mehrere Spieler rücken aus der U23 nach. Alle zusammen sollen laut Trainer-Duo eine „neue Rot-Weiße-Bomber-Identität“ entwickeln und zeigen. Mit ihrem Team wollen Schulik und Swierkot einen „mutigen, intensiven und fleißigen Fußball spielen lassen – vor allem auch im Spiel gegen den Ball“. Und sie kündigen an: „Unsere treuen Fans und Zuschauer dürfen sich auf eine Mannschaft freuen, die marschieren und brennen wird.“ Dabei setzen die Trainer auf den „unbedingten Willen und die positive Energie aller Beteiligten“ und empfinden es „als großes Privileg, jetzt erneut Teil dieser so herausfordernden und spannenden Landesliga zu sein“.
„Herkulesaufgabe“ Klassenerhalt
Beide sind sich sicher, „dass wir eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken werden“. Ein Team, mit dem letztlich auch die „Herkulesaufgabe“ namens Klassenerhalt gemeistert werden soll. Dass es am Anfang noch Zeit und Geduld brauchen könnte, ist für das Duo klar. Schulik und Swierkot sind froh, dass hierfür die nötige Ruhe im Verein gegeben ist und unterstreichen, „dass die Mannschaft in der Vorbereitung gut und intensiv gearbeitet hat. Wir sind auf einem guten Weg.“ Jeder habe die Chance gehabt, sich zu zeigen, alle seien noch nicht am Ende ihrer Entwicklung, finden die Trainer. Auch unter diesem Aspekt wollen sie „neue Anreize setzen“.
Enorm wichtig ist den beiden, dass alle Spieler „ganz viel TSV-Herzblut reinstecken, dann werden wir sehen, wo die Reise hingeht“, wie es Mario Swierkot formuliert. Und für Sebastian Schulik ist klar, dass es in Vereinen wie dem TSV 1860 ohnehin „nur über Identifikation, mannschaftliche Geschlossenheit und eine familiäre Basis geht“.
Auf all diese Faktoren setzen die Weißenburger nicht zuletzt im Auftaktspiel bei der SG Quelle Fürth an diesem Samstag. Zur Motivation erinnern Swierkot und Schulik unter anderem an den 4:1-Erfolg der vergangenen Saison in Fürth. Sieben Spieler der damaligen TSV-1860-Startformation könnten – trotz des großen Umbruchs – auch diesmal wieder von Anfang an im Weißenburger Trikot auf dem Platz stehen. Unter ihnen auch Jonas Ochsenkiel, der seinerzeit mit drei Toren den Grundstein für den Sieg gelegt hat.