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Mit einem hart erkämpften, aber insgesamt verdienten 3:1-Erfolg gegen Absberg startete die U23 des TSV 1860 Weißenburg in die „Rückrunde“ und verließ damit vorerst die Abstiegsränge. Vor gut 100 Zuschauern entwickelte sich in Absberg ein Spiel, das von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und hohen Bällen in die Spitze geprägt war. Die Weißenburger erwischten beim Liga-Debüt ihres neuen Trainers Philipp Ersfeld den besseren Start. In der 15. Minute zog Leon Schleußinger an seinem Gegenspieler vorbei und legte im Strafraum quer auf Erik Löffler, der zum 1:0 einschob. Das Spiel verflachte etwas, wurde aber zunehmend hitziger. Kurz vor der Pause traf Absbergs Spielertrainer Pascal Schärtel nach einem Freistoß nur die Latte. Die zweite Halbzeit begann wie die erste – mit einem Treffer für die Gäste: Mit einem traumhaften langen Ball hebelte Innenverteidiger Jan-Mirko Loy die Absberger Abwehr aus, Löffler stand alleine vor dem Tor und machte seinen Doppelpack perfekt (47.). Anschließend wechselten die Weißenburger kräftig durch und brachten immer wieder frische Kräfte von der Bank, darunter auch drei Spieler aus der U19. Die „U23“ wurde nun ihrem Namen (mit Ausnahme von Torwart Dominic Rogner) vollauf gerecht. Das Spiel schien entschieden, doch dann verkürzte Tobias Goppelt in der 73. Minute auf 2:1. Absberg drängte auf den Ausgleich, ohne zwingend zu werden. Genau in dieser Druckphase vollendete Max Fiedler nach Pass von Tobias Schnitzlein einen Konter eiskalt zum 1:3-Endstand (78.).

Die U23 unseres TSV 1860 hat vor Kurzem mit insgesamt 18 Spielern ein Trainingslager im Österreichischen Bad Gastein absolviert. Bereits Freitagfrüh um 9 Uhr startete der Bus an der heimischen Rezataue. Mit dem Busunternehmen Lotter erreichte die Mannschaft nach circa fünf Stunden den schönen Ort Bad Gastein in Österreich. Dort wohnte das Team um die Trainer Philipp Ersfeld und Zijad Eco im Cesta Grand Aktivhotel & Spa, das im Vorfeld den teilnehmenden Spielern und Trainern ein Shirt zum Trainingslager gesponsert. Nach der Ankunft und Begrüßung durch Hoteldirektor Michael Kreipp hatte die Mannschaft auch schon das erste Training vor sich. Nach einer sehr intensiven Einheit genoss das Team den Abend bei einem gemütlichem 4-Gang Abendessen und anschließendem Mannschaftsabend mit Gesangseinlagen der Neuzugänge. Der Samstag begann schon um 7:30 mit dem Morgenlauf. Nach dem Frühstück stand dann schon die nächste Einheit auf dem Programm. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hatten die Spieler Zeit im Wellnessbereich zu entspannen oder mit dem Fahrrad die wundervolle Natur zu erleben. Nach einem intensivem Trainingsspiel stand nochmals ein gemütlicher Abend mit extra organisiertem DJ auf dem Plan. Am Sonntag gab es morgens die letzte Trainingseinheit, die aufgrund des starken Regens leider nur verkürzt abgehaltet werden konnte.

Man sieht und merkt den Fußballern der Region die Freude über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs an: Der ESV Treuchtlingen und der TSV 1860 Weißenburg II (U23) nutzten die Gelegenheit und absolvierten nur wenige Tage nach der Freigabe durch die Staatsregierung und den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) ein Testspiel und Derby. Auf der Bezirkssportanlage in Treuchtlingen standen sich zwei Teams gegenüber, die trotz der langen, rund fünfmonatigen Zwangspause eine gute Spielanlage zeigten, sich dadurch aber auch über weite Strecken neutralisierten. Am Ende gab es dennoch einen Sieger, denn Max Fiedler erzielte in der zweiten Halbzeit das 1:0 für die Gäste aus Weißenburg. Für beide Trainer – Zafer Demir beim ESV und der neue Coach Philipp Ersfeld beim TSV – war es vor allem wichtig, dass sie mit ihren Jungs nach Wochen des Corona-Trainings endlich wieder ein Spiel bestreiten konnten. Beiderseits kamen auch etliche Neuzugänge zum Einsatz, so auch Fabian Häßler (Weißenburg) und Ömer Bozan (Treuchtlingen), die im Bild bei einem Zweikampf zu sehen sind. Die U23 des TSV 1860, die in der Kreisliga spielt, trat auch mit etlichen U19-Akteuren an und schickte somit eine extrem junge Truppe gegen den Kreisklassisten auf den Platz.

Nach der ersten Mannschaft hat die Fußball-Abteilung des TSV 1860 Weißenburg auch bei der "Zweiten" die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt: Philipp Ersfeld (26) wird als Nachfolger von Jonas Herter (32) die sogenannte "U23" übernehmen. Während man beim Bezirksliga-Team mit Markus Vierke und Michael Seitz im Winter bereits für zwei Jahre verlängert hat (also bis 2022, wir berichteten), gibt es auch bei der Kreisliga-Reserve eine Besonderheit: Der künftige Coach Philipp Ersfeld wird in Doppelfunktion tätig sein, denn er betreut im Spieljahr 2020/2021 zusätzlich zur U23-Truppe auch weiterhin die U19-Junioren. Sein Vorgänger Jonas Herter hatte den TSV 1860 II im Sommer 2018 als Spielertrainer übernommen. Er war vom VfB Eichstätt zurückgekehrt, für den er drei Jahre lang in der Bayern- und Regionalliga im Tor stand. In Weißenburg führte er die zweite Mannschaft gleich auf Anhieb via Relegation von der Kreisklasse in die Kreisliga. Bei den TSV-1860-Fußballern fungiert Herter seit Anfang des Jahres zusammen mit Roland Mayer als Spartenleiter. Aufgrund dessen entschied er sich, das Traineramt nur noch bis Ende der laufenden Saison, also bis Juni 2020, auszuführen. Ziel ist der Klassenerhalt, wobei aufgrund der Corona-Krise derzeit unklar ist, wie es weitergeht. Bei der Suche nach einem Nachfolger wurden die TSV-Sechziger im eigenen Verein fündig: Die Wahl fiel auf Philipp Ersfeld. Er stammt aus Markt Berolzheim, wo er auch in der ersten Mannschaft (Kreisklasse) spielt und sich im Vorstand seines Heimatvereins FC Markt Berolzheim-Meinheim engagiert. Parallel ist Ersfeld inzwischen im dritten Jahr in der Jugendarbeit beim TSV 1860 Weißenburg tätig. Vergangene Saison war er als Co-Trainer der U17 an deren Bayernliga-Aufstieg beteiligt. Aktuell trainiert er die U19, welche vergangene Saison in die Landesliga Nord aufgestiegen ist und dort derzeit auf einem sehr beachtlichen fünften Rang steht. Der 26-jährige Ersfeld, der in Weißenburg wohnt, hat die DFB-Elite-Jugendlizenz absolviert und strebt im Herbst die Trainer-A-Lizenz an. Beruflich ist er bei der Firma Alfmeier in Treuchtlingen tätig. Trotz des großen zeitlichen Aufwands traut er sich die Doppelbelastung zu, zumal er künftig nicht mehr selbst aktiv Fußball spielen wird. Obendrein wird er beim TSV 1860 sowohl in der U23 als auch in der U19 entsprechende personelle Unterstützung bekommen. Auch der Verein selbst sieht sich mit Philipp Ersfeld in Doppelfunktion auf einem guten Weg, will man den Übergang von der Jugend- in den Seniorenbereich doch noch enger verzahnen und weiterhin auf die Talente aus den eigenen Reihen setzen. Ein gemeinsamer Trainer für die U19 und die U23 ist dabei aus Sicht der beiden Spartenleiter Herter und Mayer ein sinnvoller Schritt. Ziel ist es, möglichst viele Jugendspieler an der Rezataue zu halten. In dieser Hinsicht freuen sich Herter, Mayer und Co., dass vom Jahrgang 2001, der im Sommer vom Nachwuchs zu den Herren wechselt, bereits sechs von acht Spielern zugesagt haben. Das sind zum einen Daniel Hofrichter und Max Fiedler, die schon jetzt voll bei den Senioren dabei sind – Hofrichter sogar als Stammspieler in der "Ersten". Zum anderen bleiben auch Fabian Wachter, Leon Schleußinger, Timo Reitlinger und Erik Löffler beim TSV 1860.

Vergangene Saison standen sich beide Vereine noch in der Bezirksliga gegenüber. Jetzt gab es ein Wiedersehen in der Kreisliga – allerdings zwischen der Weißenburger Zweiten und der Wettelsheimer Ersten. In einem umkämpften Nachbarschaftsduell hatte zunächst der SVW leichte Vorteile und Möglichkeiten durch Bastian Baumann und Kevin Rasch. Dann gingen die Gastgeber im Sportpark Rezataue mit 1:0 in Führung, als U19-Spieler Leon Schleußinger einen Freistoß aus 17 Metern herrlich und maßgenau zum 1:0 neben den Pfosten setzte (28.). Nach dem Seitenwechsel ging es munter los: Zunächst klärte Lukas Siol vor dem einschussbereiten Wettelsheimer Florian Bunz; nur eine Minute später war der agile Schleußinger dann der Vorbereiter: Seine flache Hereingabe verwertete Giovanni Virduzzo zum 2:0 (50.). Nur eine Minute später war es aber schon wieder spannend, denn Ismail Aslan verkürzte für den SVW mit einem tollen Heber auf 2:1. In der Schlussphase probierten die Gäste mit hohen Bällen zum Erfolg zu kommen, blieben aber zu ungefährlich. Auf der Gegenseite hätte Schleußinger alles klarmachen müssen, zielte aber bei einer Topchance nach schöner Hereingabe von David Killian neben das Tor. Am Ende blieb es beim verdienten Derbysieg für die Weißenburger „U23“.

So klar wie des Endergebnis war der Spielverlauf nicht – zumindest nicht in der Anfangsphase, denn die Gäste aus Weißenburg waren eigentlich ganz gut in der Partie. Dann jedoch kam der erste Rückschlag für die U23, als Ömer Bozan den Ball unglücklich zum 1:0 für Heideck in die eigenen Maschen lenkte (13. Minute). Der TSV 1860 drängte danach auf den Ausgleich, ohne vor dem Tor die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln. Dieses Problem zieht sich eigentlich schon durch die ganze Saison, was auch die Statistik belegt, denn der Aufsteiger hat in 14 Partien gerade mal zwölf Treffer erzielt. Erfolgreicher agierten die Heidecker, die in der 34. Minute das 2:0 durch Michael Albrecht nachlegten. Nach der Pause erzielte Martin Dengler das vorentscheidende 3:0 (53.), und Jonas Leitner machte in der 71. Minute den 4:0-Endstand perfekt. Kurz darauf musste Weißenburgs Musa Calik mit Gelb-Rot vom Feld.

Aufgrund der Wetterlage und der BFV-Prioritätenregelung fällt das Kreisliga-Derby, das für Samstag geplant war leider aus. U13 und U16 (jeweils BOL) haben am 09.11.2019 auch ein Heimspiel und müssen laut BFV-Regelung „vor“ der Herren-Kreisliga durchgezogen werden. Ob U13 und U16 überhaupt spielen können, wird man sehen. 3 Spiele wären aber in jedem Fall „zu viel“ für die Plätze an der Rezataue.

Einen Dreier der Marke Arbeitssieg fuhr die DJK Stopfenheim zum Abschluss der Hinrunde ein. Die Hausherren hatten von Beginn an etwas mehr Ballbesitz, schafften es aber nur selten, die engmaschige Weißenburger Defensive zu überwinden. Nach vorne wirkte die junge TSV-Elf etwas zielstrebiger, ohne aber wirklich zwingend zum Abschluss zu kommen. So resultierte die beste Chance in Durchgang eins aus einer Ecke, in deren Anschluss DJK-Abwehrmann Simon Winter knapp am Tor vorbei köpfte. Nach dem Seitenwechsel waren keine fünf Minuten gespielt, als Stopfenheim in Führung ging. Simon Geißlinger knallte die Kugel mit einem fulminanten Schuss aus 20 Metern neben dem Pfosten ins Netz. Weißenburg überstand die nächsten Minuten ohne Gegentor und drängte dann auf den Ausgleich. Die DJK-Hintermannschaft stand allerdings gut, hatte aber rund eine Viertelstunde vor dem Schluss Glück, als die Kugel nach einem strammen Schuss von TSV-1860-Jugendspieler Michael Popp vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. In der Schlussphase ließen die Stopfenheimer dann noch mehrere beste Möglichkeiten zur Entscheidung liegen. Erst in der letzten Minute war es Jakob Bittner, der nach einem weiten Abschlag von DJK-Keeper Monatzetter den 2:0-Endstand besorgte.

Gegen den Tabellenführer aus Unterreichenbach hat sich der TSV 1860 Weißenburg II gut verkauft, am Ende stand das Team von Spielertrainer Jonas Herter allerdings mit leeren Händen da. Aufgrund der vor allem kämpferisch starken zweiten Halbzeit und einigen guten Chancen wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen. An der Rezataue gingen die Gäste um Spielertrainer und Ex-Profi Christian Eigler mit dem ersten gefährlichen Angriff in Führung. Ein Querpass von David Bub fand Mario Gsänger, der zur Führung einschob (15.). In der Folge drängten die „Urus“ auf das 2:0, Jonas und Stefan Brechtelsbauer scheiterten jedoch. Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer engagierte Weißenburger. Markus Lehner traf mit einem abgefälschten Schuss das Außennetz. Die Gastgeber waren jetzt überlegen und hatten ihre Chancen. Kurz vor dem Ende scheiterten Mohamed Riahi und erneut Lehner an Gästetorwart Moritz Weis. In den Schlussminuten drängte der TSV, doch Ömer Bozan und Lukas Siol vergaben den mittlerweile verdienten Ausgleich.

In einem mäßigen Spiel kamen beide Mannschaften nur schwer in die Begegnung und erspielten sich im ersten Durchgang kaum Möglichkeiten. Kurz nach dem Seitenwechsel konnte Spielertrainer Jonas Herter seinen Körper geschickt einsetzen und vollendete zum 0:1. Pollenfeld spielte danach mutiger nach vorne. Eine Hereingabe von Fabian Heindl fand Mitspieler Sebastian Schneider, der die Kugel nur knapp über das leere Weißenburger Gehäuse beförderte. Kurz darauf war es ein Konter, den Johannes Werler über die Latte setzte. In der 66. Minute brach dann der Bann: Werler kam nach einer Flanke zum Kopfball und wurde von Torhüter Dominic Rogner zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Alexander Halbig souverän zum 1:1. Pollenfelds weitere Bemühungen das Spiel endgültig zu drehen, blieben erfolglos.

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