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Winterpause. Das ist die Zeit für Hallenfußball, aber auch für Gespräche, wie es in der kommenden Saison aussehen und weitergehen soll. Der TSV 1860 Weißenburg hat beides erledigt und kann jetzt einen Haken dahinter machen – sowohl hinter eine erfolgreiche Hallensaison, als auch hinter die wichtigste personelle Frage, denn der Fußball-Bezirksligist hat mit seinem Trainerduo Markus Vierke und Michael Seitz verlängert. Normalerweise einigt man sich auf ein weiteres Jahr. Beim TSV 1860 sind es gleich zwei Jahre. Neben der Spielzeit 2020/2021 werden Vierke und Seitz auch in der Saison 2021/2022 das sportliche Sagen haben. Das ist einerseits ein großer Vertrauensbeweis für die beiden Coaches, andererseits auch ein klares Zeichen von Kontinuität und „großer Zufriedenheit mit der Arbeit von Markus Vierke und Michael Seitz“, wie es in einer Pressemitteilung des TSV 1860 heißt. „Es macht großen Spaß die Entwicklung der ersten Herrenmannschaft unter der Regie von Markus Vierke zu beobachten – eine gewisse Handschrift beziehungsweise Spielidee ist erkennbar“, betonen die beiden neuen Spartenleiter Jonas Herter und Roland Mayer. Deshalb ging man beim TSV auch den eher ungewöhnlichen Weg einer zweijährigen Vertragsverlängerung. „Das bietet für alle Beteiligten eine langfristige Planungssicherheit“, finden Herter und Mayer. Sie verweisen auch auf die hervorragende Bilanz unter Vierke/Seitz: Nachdem die Weißenburger zuvor meist gegen den Abstieg spielten, gab es gleich im ersten Jahr (2017/2018) unter den beiden Trainer einen dritten Platz in der Bezirksliga Süd. In der zweiten Saison gelangen Platz zwei und die Vizemeisterschaft. Der TSV 1860 stand somit in der Relegation, wo er gegen den FSV Stadeln knapp scheiterte und den Landesliga-Aufstieg verpasste.

„Wir haben nicht wirklich ins Turnier gefunden“, bilanzierte Fußball-Abteilungsleiter Roland Mayer das „Aus“ für den TSV 1860 Weißenburg in der Gruppenphase der Hallenfußball-Bezirksmeisterschaft. Nach einem Sieg und einer Niederlage hätte den TSV-Sechzigern in der Sporthalle am Wendelsteiner Gymnasium ein Remis gegen den Gastgeber FC Wendelstein gereicht, doch am Ende hieß es 2:3, und die nicht in Bestbesetzung angetretenen Weißenburger waren damit als Gruppendritter raus.Am Ende holte sich der Fusionsverein Türkspor/Cagrispor Nürnberg erneut die Hallenfußball-Bezirksmeisterschaft neut klar mit 4:0 gegen den ASV Weisendorf durch. Die Weißenburger, die von Michael Seitz in Vertretung des verhinderten Markus Vierke gecoacht wurden, hatten sich im ersten Gruppenspiel gegen den SK Lauf durchgesetzt – nach einer hektischen Schlussphase mit zwei Treffern von Philipp Meier (12. Minute) und per Strafstoß durch Patrick Weglöhner in der letzten Minute. Lauf hatte zuvor zwei Rote Karten für Keeper Markus Kaiser (Handspiel) und den von der Bank lautstark meckernden Tim Sohr kassiert und musste – da nur mit sieben Mann angereist – das Turnier mit nur fünf Akteuren zu Ende spielen. Im nächsten Gruppenspiel stand der TSV-1860-Truppe von Michael Seitz der FC Bosna Nürnberg gegenüber. Der A-Klassist aus der Noris ging durch Kristijan Dragicevic mit 1:0 in Führung, während die Weißenburger ihre guten Chancen zum eigentlich verdienten Ausgleich nicht nutzen konnten. Der FC Bosna stand damit schon im Halbfinale, während es für Weißenburg im dritten Gruppenspiel um Platz zwei und damit um den Einzug in die Halbfinale ging. Gegner Wendelstein erwischte einen Traumstart und lag nach Treffern von Andre Doffin (2. Minute), Marco Fürst (5.) und einem kuriosen Treffer von Carlos Schepl komfortabel mit 3:0 in Führung. Michael Böhm verkürzte mit enormem Einsatz zwar auf 1:3, und Tim Lotter markierte eine halbe Minute vor dem Abpfiff noch das 2:3, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. Die TSV-Sechziger, die Torhüter Johannes Uhl zugunsten eines sechsten Feldspielers ausgewechselt hatten, kassierten kurz vor der Schlusssirene noch das 2:4 durch Mirsad Behdjeti. Gute Hallenbilanz: Auch wenn die Weißenburger damit aus dem Turnier waren und nicht weiter im Kampf um den Bewie ein zweiter Platz im Kreis Neumarkt/Jura können sich sehen lassen. In Wendelstein scheiterte im ersten Halbfinale der ASV Weisendorf reihenweise an Bosnas Keeper Damir Tarko, aber auch auf der Gegenseite hielt Torhüter Alexander Mehnert seinen Kasten sauber – ein torloses Remis war das Ergebnis. So musste das Sechsmeterschießen für eine Entscheidung sorgen. Auch nach den Sechsmetern aller nominierten Feldakteure stand es Unentschieden, weshalb den Keepern die Entscheidung zufiel. Mehnert verwandelt, Tarko zeigte Nerven und scheiterte – Weisendorf war weiter. Im zweiten Halbfinale ließ Türkspor/Cagrispor Nürnberg keinerlei Zweifel daran, wer der Favorit auf den Bezirkstitel ist und schickte den FC Wendelstein mit einem 3:0-Erfolg ins kleine Finale, das die Gastgeber knapp mit 4:3 gegen den FC Bosna gewannen. Im Finale gegen den ASV Weisendorf sicherte sich Türkspor/Cagrispor Nürnberg souverän den dritten Bezirkstitel in Serie. Am Ende stand ein klares 4:0 für die Nürnberger auf der Anzeigentafel, die damit Mittelfranken erneut bei den bayerischen Hallenfußball-Meisterschaften vertreten werden.

Der TSV Wolfstein spielt nicht nur in roten Trikots, nein, er scheint auch ein rotes Tuch zu sein für den TSV 1860 Weißenburg. Wie schon vor zwei Jahren in Hilpoltstein, so standen beide Teams auch heuer bei der Endrunde um die Hallenfußball-Kreismeisterschaft in Neumarkt im Finale – und erneut gewann Wolfstein. 2018 hatten die „Siedler“ aus dem Neumarkter Stadtteil in der regulären Spielzeit mit 3:2 die Nase vorn, diesmal setzten sie sich mit 2:1 (0:0) im Sechsmeterschießen durch. Das war für die Weißenburger extrem bitter, denn bis zum Endspiel waren sie vor rund 500 Zuschauern in der Willibald-Gluck-Halle die dominierende und spielerisch beste Mannschaft des Turniers. Im Gruppenmatch hatten sie Wolfstein noch klar beherrscht und mit 3:0 bezwungen. Vierke: „Wir können stolz sein“. „Wir haben ein sehr gutes Turnier gespielt, darauf können wir stolz sein. Und ich denke, wir hätten es verdient gehabt, Kreismeister zu werden“, stellte auch TSV-1860-Trainer Markus Vierke fest. Im Gruppenspiel gegen Wolfstein sei es viel besser gelaufen. „Im Endspiel haben uns dann etwas die Ideen gefehlt und wir haben auch die ersten Minuten etwas verschlafen“, befand Vierke. Zugleich hatte sich der Kreisligist um seinen „richtig guten Spielertrainer Dominik Pöllet“ (Vierke) besser auf die Weißenburger eingestellt. Hinzu kam dann auch noch Pech im Sechsmeterschießen. Was blieb waren Rang zwei, die Vizemeisterschaft und die Gewissheit, den Jura Süden gut vertreten zu haben. Mehr als ein Trostpreis ist zudem die Qualifikation für die Bezirksmeisterschaft am kommenden Samstag in Wendelstein, wo der TSV 1860 erneut um den Titel mitspielen will. Die Endrunde um den VGN-Lotto-Bayern-Hallencup begann für die TSV-Sechziger nach Maß. Gegen den Lokalmatadoren ASV Neumarkt siegten sie durch Tore von Daniel Hofrichter, Johannes Herrmann und Maik Wnendt mit 3:0. Der Landesliga-Tabellenführer sollte auch danach sieglos bleiben und landete nach einem enttäuschenden Auftritt sogar auf dem letzten Rang, weil er im Sechsmeterschießen um Rang sieben gegen den Kreisklassisten SG Möning/Rohr unterlag. Der Bezirksliga-Spitzenreiter aus Weißenburg marschierte hingegen weiter, gewann mit 2:1 gegen den TSV Heideck (Tore: Daniel Hofrichter und Michael Böhm für Weißenburg, Florian Kupsch für Heideck) sowie mit 3:0 gegen Wolfstein (Treffer durch Patrick Weglöhner, Maik Wnendt sowie ein Eigentor) und feierte somit einem souveränen Sieg in der Gruppe B mit neun Punkten und 8:1-Toren vor Wolfstein (4 Punkte), Heideck (3) und Neumarkt (1). Zwei turbulente Halbfinals: In der Gruppe A zogen die beiden Kreisligisten SV Unterreichenbach (7 Punkte) und SF Hofstetten (6) vor dem SV Rednitzhembach (2) und Möning/Rohr (1) ins Halbfinale ein. Das erste Semifinale zwischen Unterreichenbach und Wolfstein bot Drama pur: Die „Urus“ führten 1:0, vergaben die Topchance zum 2:0, kassierten in der letzten Minute den Ausgleich und dann 2,9 Sekunden (!) vor Schluss per Zehnmeter das 1:2 – Wolfstein war der erste Finalist. Und Weißenburg folgte: Zwar geriet der TSV 1860 gegen Hofstetten durch Nicolae Maracine mit 0:1 in Rückstand (5. Minute), doch der Bezirksligist ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und zog sein Kombinationsspiel auf. Johannes Herrmann (8.) und Yannik Strobel (10.) drehten das Spiel auf 2:1. Gegen Ende wurde es turbulent: Zunächst rettete TSV-Youngster Hofrichter die Führung, als er akrobatisch auf der Linie klärte. Hofstetten nahm seinen Torwart heraus, was Tim Lotter mit einem Kunstschuss aus der eigenen Hälfte zum 3:1 nutzte (14.). Maik Wnendt legte zum 4:1 nach und Anton Seitz verkürzte noch auf 4:2. Hofstetten holte sich durch ein 4:3 (1:1) nach Sechsmeterschießen gegen Unterreichenbach den dritten Rang, ehe es zum ebenfalls sehr spannenden Finale zwischen Weißenburg und Wolfstein kam. Beide Teams hatten ihre Chancen und je einen Pfostentreffer durch Tim Lotter und Dominik Pöllet. Ansonsten erwiesen sich beide Keeper Johannes Uhl und Lukas Greger als starker Rückhalt. Das Sechsmeterschießen war nach den Worten von TSV-Coach Markus Vierke wirklich „ein Glücksspiel“. So drehte sich ein eigentlich von Johannes Uhl gehaltener Schuss noch rein, während Kapitän Jonas Ochsenkiel an der Unterkante der Latte scheiterte. Auch Wolfstein hatte einen Pfostentreffer. Für Weißenburg verwandelte nur Patrick Weglöhner (neben Ochsenkiel vergab auch Wnendt), für Wolfstein trafen Mirco Ziegler und Jens Beitelstein. Bilder gibt es hier.

Bei der Endrunde um den VGN-Lotto-Hallencup im Kreis Neumarkt/Jura spielt der TSV 1860 in Gruppe B: Die Endrunde um die Hallenfußball-Kreismeisterschaft der Herren ist komplett, die Gruppeneinteilung für das Finalturnier in der Neumarkter Willibald-Gluck-Halle steht. Der TSV 1860 Weißenburg trifft am kommenden Samstag, 11. Januar, ab 14 Uhr in der Gruppe B auf den Lokalmatadoren ASV Neumarkt, den TSV Heideck und den TSV Wolfstein. Die Parallel-Gruppe A bilden der SV Unterreichenbach, der SV Rednitzhembach, die Sportfreunde Hofstetten und die SG Möning/Rohr. Das hat die Auslosung in Freystadt ergeben. Das Endrundenfeld beim VGN-Lotto-Hallencup im Gebiet Neumarkt/Jura setzt sich zu je vier Teams aus den Altkreisen Neumarkt und Jura zusammen, wobei der TSV 1860 Weißenburg der einzige verbliebene Vertreter aus dem Jura Süden aus. Die Truppe von Trainer Markus Vierke ist zudem der letzte Bezirksligist, der noch im Rennen ist. Die Liga-Konkurrenten, die ebenfalls für die Zwischenrunde gesetzt waren, verabschiedeten sich nämlich reihenweise aus dem Wettbewerb. Auch der Titelverteidiger SV Wettelsheim, der vergangenen Sommer von der Bezirksliga in die Kreisliga abgestiegen ist, ist nicht mehr dabei. Generell sind die höherklassigen Teams kaum noch vertreten. Der SV Seligenporten (Bayernliga) hatte sein Team kurz vor der Zwischenrunde zurückgezogen, die Landesligisten SC 04 Schwabach, TSV Kornburg und SC Feucht hatten gar nicht erst gemeldet. Bei der Zwischenrunde scheiterte der Landesligist SC Großschwarzenlohe ebenso wie die Bezirksliga-Vertreter TSG 08 Roth, TV Hilpoltstein, FC Wendelstein und TSV Freystadt. Fünf Kreisligisten dabei. Der ASV Neumarkt (Landesliga) und der TSV 1860 Weißenburg (Bezirksliga) sind somit die höchstklassigsten Vereine bei der Endrunde – und dadurch automatisch auch in der Favoritenrolle. Hinzu kommen fünf Kreisligisten (Heideck, Wolfstein, Unterreichenbach, Rednitzhembach, Hofstetten) sowie ein Kreisklassist (Möning/Rohr). Die Weißenburger treffen bei der Endrunde in den Gruppenspielen zunächst auf Neumarkt (14.54 Uhr), dann auf Heideck (16.06 Uhr) und schließlich auf Wolfstein (17.18 Uhr). Die Halbfinals sind in Neumarkt ab 17.54 geplant, das Endspiel um 19.06 Uhr. Nachdem für den TV Hilpoltstein bei der Zwischenrunde in Weißenburg im Halbfinale gegen den TSV 1860 Endstation war, scheiterten zum Abschluss der Zwischenrunde mehrere weitere Bezirksligisten in den "Play-offs" der Turniere in Neumarkt und Freystadt: Der FC Wendelstein unterlag mit 2:4 gegen den ASV Neumarkt (der zuvor gegen Wolfstein verloren hatte), der TSV Freystadt mit 0:2 gegen die SG Möning/Rohr und die TSG 08 Roth mit 0:1 gegen den TSV Heideck.
Bemerkenswert: Die Wendelsteiner sind zwar auf Kreisebene aus dem Rennen, sind aber als Ausrichter der Bezirksendrunde am Samstag, 18. Januar, in heimischer Halle gesetzt (wir berichteten). Auch Titelverteidiger Türkspor/Cagrispor Nürnberg war vorab fix für die mittelfränkische Finalrunde. Hinzu kommen die Meister und Vizemeister aus den Kreisen Neumarkt/Jura, Nürnberg/Frankenhöhe und Erlangen/Pegnitzgrund.
Der Kreis Nürnberg/Frankenhöhe hat seine Endrunde bereits absolviert – allerdings ohne Frankenhöhe-Beteiligung und mangels Interesse auch ohne Vor- oder Zwischenrunde. Türkspor/Cagrispor Nürnberg sicherte sich dabei erneut den Titel, als Zweiter ist auch Eyüp Sultan für die Bezirksendrunde qualifiziert. Und weil Türk/Cagri als Bezirksmeister bereits gesetzt ist, darf der Drittplatzierte FC Bosna zur "Mittelfränkischen" nachrücken.

Der Titelverteidiger SV Wettelsheim ist bei der Zwischenrunde bereits in der Gruppenphase gescheitert, die SG Ramsberg/St. Veit musste sich im abschließenden Halbfinale geschlagen geben. So blieb für die Vereine aus dem Jura Süden nur noch ein Ticket zur Endrunde um die Hallenfußball-Kreismeisterschaft und das ging – wie seit Jahren gewohnt – an den TSV 1860 Weißenburg. Der Bezirksligist erreichte bei der Zwischenrunde des VGN-Lotto-Hallencups in der heimischen Landkreishalle zunächst Platz eins in der Gruppe D und gewann dann im entscheidenden Playoff mit 3:1 gegen den Liga-Konkurrenten TV Hilpoltstein. Somit qualifizierte sich der TSV 1860 für die Endrunde am kommenden Samstag, 11. Januar, ab 14 Uhr in Neumarkt. Als zweiter Halbfinalsieger der Weißenburger Zwischenrunde werden dort auch die SF Hofstetten vertreten sein. Sie verbuchten das Kreisliga-Duell gegen Ramsberg/St. Veit mit 3:2 für sich. Tags zuvor hatten sich in Schwabach mit dem SV Unterreichenbach (6:0 im Playoff gegen die SpVgg Roth) und dem SV Rednitzhembach (3:0 gegen den TV 48 Schwabach) zwei Kreisligisten durchgesetzt. Die vier weiteren Finalisten für die Endrunde in Neumarkt wurden am gestrigen Dreikönigstag bei den Zwischenrunden in Freystadt und Neumarkt ermittelt. Die Turniere dauerten bei Redaktionsschluss noch an. In Freystadt wurden auch die Endrundengruppen ausgelost. Doch zurück zur Weißenburger Zwischenrunde: In der erneut gut besuchten Landkreishalle schien in der Gruppe C zunächst alles auf den favorisierten Bezirksligisten als Gruppensieger hinauszulaufen: Der TV Hilpoltstein, der für die Zwischenrunde gesetzt war, gewann zum Auftakt mit 4:0 gegen den Kreisklassisten SV Westheim und ließ ein 2:0 gegen den Kreisligisten TSV Feucht folgen. Im letzten Gruppenspiel (und Derby) ging es gegen die Sportfreunde Hofstetten um den Gruppensieg. Der Kreisligist hatte sich diese Chance durch ein 2:1 über Feucht und ein 0:0 gegen Westheim erkämpft. Ein Punkt hätte Hofstetten gegen Hilpoltstein zum Weiterkommen gereicht, am Ende wurden es gar drei, und der späte 1:0-Siegtreffer bescherte zugleich Platz eins in Gruppe C. Für „Hip“ blieb Rang zwei.

Die Fußballabteilung unseres TSV 1860 Weißenburg hat bei der Jahresabschlussfeier vier langjährige Spieler ausgezeichnet. Abteilungsleiterin Alexandra Wagner-Hamm überreichte zusammen mit den beiden Trainern Markus Vierke und Jonas Herter Urkunden mit dem jeweiligen Porträt an Christian Leibhard (mehr als 100 Spiele), Johannes Uhl und Maik Wnendt (jeweils mehr als 150 Spiele) sowie an Jonas Ochsenkiel (mehr als 200 Spiele). Die Partien hatten die vier Fußballer allesamt in der ersten Herrenmannschaft geleistet.

Vierter Titel in Serie für TSV 1860: Der Bezirksligist ist erneut STADTMEISTER im Hallenfußball. Zweiter wurde der FC/DJK vor der U23 des TSV und der Eintracht. Volles Haus mit rund 550 Zuschauern in der Landkreishalle, gute Stimmung, viele spannende (und teils auch hitzige) Spiele, und am Ende der erwartete Sieger: Bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft 2020 hat sich einmal mehr der TSV 1860 Weißenburg Platz eins und damit zugleich den ersten Titel des neuen Jahres geholt. Der Bezirksligist und Titelverteidiger wurde seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich am späten Freitagabend im Finale mit 2:1 gegen den Kreisligisten FC/DJK Weißenburg durch. TSV-Kapitän Jonas Ochsenkiel konnte anschließend den Siegerpokal aus den Händen des dritten Bürgermeisters Gerhard Naß und des neuen TSV-Spartenleiters Jonas Herter entgegennehmen. Einen Sonderpreis gab es zudem für Benjamin Weichselbaum. Der Offensivmann des alten und neuen Stadtmeisters war mit fünf Treffern der Torschützenkönig. Für den TSV 1860 war es der vierte Erfolg in Serie beim Stadt-Championat, das zum Jahresbeginn einmal mehr der große Anziehungs- und Treffpunkt für die heimische Fußballszene war. Ohnehin ist der Gastgeber und Ausrichter zugleich der sportliche Dominator des prestigeträchtigen Turniers: Bei der 17. Auflage machte der TSV 1860 zum 13. Mal das Rennen (einmal auch durch die eigene „Zweite“). Dreimal gewann bislang der FC/DJK, einmal die Eintracht Kattenhochstatt. Die Gruppenspiele: In der Gruppe A marschierte der spätere Stadtmeister mit drei Siegen und 15:1 Toren souverän durch. Rang zwei holte sich die Eintracht Kattenhochstatt mit sechs Punkten vor dem FC Berolzheim-Meinheim und dem SSV Oberhochstatt (beide je ein Punkt). In der Gruppe B war es eine klare Sache für den FC/DJK Weißenburg, der ebenfalls drei Siege (9:2 Tore) verbuchte. Dahinter gab es eine Art „Schneckenrennen“ um Platz zwei. Die U23 des TSV 1860, sprich die „Zweite“ hatte durch ihren abschließenden 3:1-Erfolg gegen den TSV Absberg schließlich die Nase mit vier Punkten vor der TSG Ellingen (2) und Absberg (1) und zog neben dem FC ins Halbfinale ein. Waren in der Gruppenphase mit B’heim, Ellingen und Absberg noch drei Gast-Teams im Rennen, so war es ab dem Halbfinale eine reine Angelegenheit von Vereinen aus dem Weißenburger Stadtgebiet. Zunächst jedoch wurden die Plätze fünf bis acht per Neunmeterschießen ermittelt. Absberg gewann mit 2:1 gegen Oberhochstatt und wurde Siebter; Ellingen lag mit 3:2 gegen Berolzheim vorne und wurde Fünfter. Das Halbfinale: Im ersten Halbfinale ließ der von Philipp Naß gecoachte FC/DJK der Eintracht aus Kattenhochstatt mit einem 6:1-Sieg keine Chance und stand wie im Vorjahr erneut im Endspiel. Das zweite Halbfinale war eine vereinsinterne Angelegenheit zwischen dem TSV 1860 I und dem TSV 1860 II. Die Erste gewann knapp aber verdient mit 1:0, während das „Bruder- Duell“ wenige Tage zuvor beim Wagner-Cup-Endspiel noch deutlich enger und offener war. Im Spiel um Platz drei setzte sich der TSV 1860 II mit 4:2 gegen Kattenhochstatt durch und rundete den Erfolg des Gastgebers mit „Bronze“ und dem dritten Platz ab. Hier hatte es die Eintracht nach 0:3-Rückstand in der Schlussphase noch einmal spannend gemacht. Das Endspiel: Spannung ist auch das Stichwort fürs Endspiel, denn Philipp Lang brachte den FC/DJK mit 1:0 in Führung, ehe Fabian Wachter und Neuzugang Julian Camara den Spielstand auf 2:1 für den TSV 1860, der zudem mehrere Pfostentreffer hatte, drehten. Camara erhielt gegen Ende auch die einzigeZeitstrafe des Turniers, sodass die TSVler in Unterzahl noch um den Sieg bangen mussten. Unterm Strich ging die erneute Stadtmeisterschaft für den TSV 1860 um Trainer Markus Vierke vollauf in Ordnung. Neben den sportlichen Meriten gab es auch viel Lob für die rundum gelungene Durchführung und Freude über den großen Besucherandrang: „Es dürften rund rund 550 Zuschauer gewesen sein, das ist der bisherige Rekordbesuch bei der Stadtmeisterschaft“, stellte Roland Mayer vom TSV 1860 fest. Stellvertretend für alle Helfer würdigte Gerhard Naß in Vertretung von Schirmherr und OB Jürgen Schröppel die „professionelle“ Arbeit von Hauptorganisator Roland Mayer und dankte im Namen der Stadt allen Mannschaften für die Teilnahme. Ein besonderes Dankeschön ging auch an die beiden Schiedsrichter Matthias Schwarz (SV Burgsalach) und Michael Scharping (DJK Gnotzheim). Sie blieben trotz manch erhitzter Gemüter ganz „cool“ und hätten mitunter durchaus auch härter durchgreifen können.


Benefiz-Turnier mit überaus positiver Resonanz: Der vom TSV 1860 Weißenburg veranstaltete Claus Wagner Gedächtnis-Cup brachte 1900 Euro an Spenden für den Verein „ZNM – Zusammen stark“. Die stolze Summe von 1900 Euro an Spenden für einen guten Zweck, spannenden Hallenfußball und gute Stimmung – das bot die vierte Auflage des „Claus Wagner Gedächtnis-Cups“, den auch heuer Gastgeber und Veranstalter TSV 1860 Weißenburg in seinen Trophäenschrank stellen durfte: Im Endspiel besiegte die Weißenburger „Erste“ die „Zweite“ mit 3:1 Toren. Mit dem Turnier, zu dem heuer vor allem Vereine aus dem Treuchtlinger Raum eingeladen waren, erinnert der TSV 1860 an seinen 2016 verstorbenen und langjährigen Vorsitzenden Claus Wagner, dessen Enkel Julian an einer überaus seltenen Krankheit leidet. Die Spenden gehen deshalb an den Verein „ZNM“, der sich um Patienten mit myotubulärer oder zentronukleäre Myopathien kümmert und die Forschung zur Linderung und Heilung der Erkrankung fördert. Deutschlandweit sind 50 Kinder erkrankt, weswegen es auch keine staatlich finanzierte Forschung gibt, wie Maria Wagner, die Schirmherrin des Turniers und Julians Großmutter erläuterte. Im kommenden Jahr will der Verein „ZNM“, dem 50 Familien in Deutschland, Österreich und den Niederlanden angehören, rund 150 000 Euro an Spenden sammeln, um ein Stipendium zur Forschung vergeben zu können. Erste Studien mit Gentechnik-Behandlungen seien vielversprechend, doch lägen die Kosten bei etwa 1,2 Millionen Euro. Das sei für die betroffenen Familien nicht leistbar, zumal sich monatliche Kosten für die auf Beatmung und Rollstuhl angewiesenen jungen Patienten mitunter auf 25 000 Euro monatlich summieren. „Die Kinderzimmer sehen aus wie eine Intensivstation“, machte Maria Wagner deutlich und dankte den Zuschauern für ihr Erscheinen. Deren Eintrittsgelder flossen direkt an den Verein „ZNM“, der FC/DJK Weißenburg spendete spontan 100 Euro aus der Mannschaftskasse und auch die Wüstenrot-Niederlassungen in Weißenburg und Gunzenhausen unterstützen die Vereinsarbeit mit 1000 Euro. Sportlich hatten die Organisatoren um Dieter Siol und Roland Mayer heuer auf höherklassige Vereine aus der Region verzichtet, dafür aber ein „Legenden“-Team auf die Beine gestellt, das von Thomas Schneider trainiert wurde und in der unter anderen Ex-Profi Markus Steinhöfer sowie Oldies wie Claus Meyer oder Stefan Richter (beide Ü50) kickten. Und das Team schlug sich achtbar gegen die meist nur halb so alten Kicker der sieben anderen Mannschaften. Gegen den FC/DJK Weißenburg verloren sie knapp mit 2:3, gewannen aber gegen die TSG Pappenheim mit 6:2. Die 1:4-Niederlage gegen den späteren Gruppen- und Turniersieger TSV 1860 Weißenburg bedeutete letztlich das Spiel um Rang fünf, das mit 5:4 gewonnen wurde. In der zweiten Gruppe hatte sich die U23 des TSV 1860 Weißenburg durchgesetzt und den SV Wettelsheim auf Rang zwei verwiesen. Die TSV-60-Zweite bezwang dann im Halbfinale den Gruppenzweiten FC/DJK Weißenburg mit 2:1, während der TSV 1860 I den SV Wettelsheim mit 5:1 vom Hallenparkett schickte. Das Endspiel gewann die „Erste“ dann gegen die eigene Reservemannschaft mit 3:1 auch verdient. Zudem holte sich der in der Winterpause von der TSG 08 Roth zurückgekehrte Stürmer Michael Böhm mit fünf Treffern im gesamten Turnier die Torjäger-Trophäe.

Es bleibt dabei: Der TSV 1860 Weißenburg ist in der Fußball- Bezirksliga Süd seit dem 29. September ungeschlagen. Nach sechs Siegen und einem 1:1 gegen den FC Wendelstein folgte jetzt im Juraderby bei der TSG 08 Roth ein weiteres Unentschieden. Nach 90 kampfbetonten Minuten auf dem B-Platz im Leoni-Sportpark trennten sich beide Teams am Samstag mit einem letztlich gerechten 2:2. Die leichte spielerische Überlegenheit der Gäste aus Weißenburg kompensierten die gastgebenden Rother durch viel Einsatz, was sich ein Stück weit auch in der Kartenstatistik niederschlug (viermal Gelb für die TSG, zweimal für den TSV). Die junge TSV-1860-Truppe von Trainer Markus Vierke bleibt nach dem Remis zwar aufgrund des besten Torverhältnisses Tabellenführer, allerdings zogen der ASV Zirndorf (5:1 gegen Wendelstein) und der FV Dittenheim (3:2 gegen Raitersaich) nach Punkten gleich. Das Führungstrio hat jetzt jeweils 37 Punkte auf dem Konto.
Schnelle TSV-Führung; Die Partie in Roth begann für den TSV 1860 optimal, denn schon in der neunten Minute gingen die Gäste in Führung. Nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte irritierten sich der Rother Torwart und ein Abwehrspieler gegenseitig. Jonas Ochsenkiel ging dazwischen und lupfte das Leder aus 17 Metern zum 0:1 ins Tor. Fortan entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel auf tiefem Boden.

Rasantes Bezirksliga-Topspiel blieb ohne Sieger: Der Spitzenreiter TSV 1860 Weißenburg und Verfolger FC Wendelstein trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden, das unterm Strich auch in Ordnung ging. Nach zuletzt sechs Siegen in Folge musste sich der TSV 1860 am Samstag in der Fußball-Bezirksliga Süd erstmals wieder mit einem Unentschieden begnügen. In einem Spitzenspiel, das diesen Namen mit hohem Tempo, guten Kombinationen, rassigen Zweikämpfen und viel Spannung auch tatsächlich verdient hatte, trennten sich die Weißenburger mit einem letztlich gerechten 1:1 vom FC Wendelstein. Wie schon in der Vorrunde (4:3 für Wendelstein) war es erneut ein enge Kiste. Die Punkteteilung ging aus Sicht von Weißenburgs Trainer Markus Vierke unterm Strich „für beide Seiten in Ordnung”, er trauerte aber ein wenig den Chancen zum möglichen zweiten Treffer seiner Mannschaft nach. Der TSV 1860 hielt den FCW (4.) mit dem Remis auf drei Punkte Distanz und bleibt Tabellenführer mit 36 Punkten. Dahinter folgen der FV Dittenheim (2:2 daheim gegen Aufkirchen) und der ASV Zirndorf (0:0 in Greding), die jeweils 34 Zähler auf dem Konto haben. Weißenburg und Wendelstein zeigten von Beginn an ein intensives Spiel, wobei die Gastgeber nach 20 Minuten in Führung gingen: Maik Wnendt zog vom linken Strafraumeck ab und sein herrlicher Schuss landete zum 1:0 im Torwinkel – ein Treffer Marke „Tor des Monats“! Wendelstein versuchte zum Ausgleich zu kommen, doch TSV-Torhüter Johannes Uhl vereitelte die besten Gäste-Möglichkeiten von Benedikt Rück und Markus Loos. Zudem verzog Loos kurz vor der Pause bei einem Konter. Auf der Gegenseite hatte Jonas Ochsenkiel das 2:0 auf dem Kopf. Er hatte aber Pech, dass sein Kopfball nach Flanke von Benjamin Weichselbaum nur an die Latte ging (41. Minute). Das schnelle Spiel setzte sich im zweiten Durchgang nahtlos fort. Zunächst war Wendelstein am Zug, doch Loos zielte frei stehend aus zwölf Metern drüber. Dann hatte der TSV 1860 die größte Chance der gesamten Partie: Nach Hereingabe von Weichselbaum kam Jonas Ochsenkiel an den Ball, ließ den gegnerischen Torwart Niclas Baumann ins Leere laufen, setzte das Leder aber neben das Tor und verpasste damit nicht nur eine hundertprozentige Gelegenheit, sondern auch die mögliche Vorentscheidung (52.). Vier Minuten später musste der TSV 1860 das erst dritte Gegentor der vergangenen zehn Spiele hinnehmen, als Yannik Scholz einen Konter zum 1:1 vollendete. Im weiteren Verlauf rettete Wendelsteins Andre Doffin vor dem einschussbereiten Weichselbaum und verhinderte das 2:1 (68.). Die Weißenburger hatten zudem das Glück des Tüchtigen, als ein Schuss von Marco Fürst nur an die Oberkante der Latte ging. In der Schlussphase wurde die insgesamt fair geführte Partie noch hektisch. Schiedsrichter Dominik Noegler zückte fünf Gelbe Karten – alle für Wendelstein. Die Weißenburger kamen ohne Verwarnung aus und bleiben weiterhin auch Spitzenreiter der Fairnesstabelle.

Der TSV 1860 Weißenburg hat seine Tabellenführung in der Bezirksliga Süd untermauert: Die Elf von Trainer Markus Vierke gewann gestern beim ESV Ansbach-Eyb mit 2:0 und hat nun zwei Punkte Vorsprung auf den ASV Zirndorf, der zu Hause gegen den STV Deutenbach nicht über ein 2:2-Unentschieden hinausgekommen war. Gleichzeitig nahmen die TSV-Sechziger süße Revanche für die bittere 2:3-Heimniederlage, die ihnen die Ansbach-Eyber zum Saisonauftakt beigebracht hatten. Wie schon im Hinspiel waren die Weißenburger auch im Ansbacher Ortsteil die Mannschaft mit mehr Ballbesitz und den besseren Chancen. Und zum Rückrundenstart stand auch die TSV-60-Defensive sehr sicher und ließ faktisch keine zwingenden Torchancen zu. Dafür erspielte sich der TSV 1860 etliche gute Möglichkeiten. Die erste hatte Robin Renner nach einem Pass von Daniel Hofrichter, doch Eybs Keeper Sebastian Andreka fischte ihm das Leder im letzten Moment vom Fuß. Wenig später wurde dann der agile Jonas Ochsenkiel steil geschickt. Er umspielte seinen Gegenspieler, zielte dann aber aus acht Metern knapp übers ESV-Tor. Die Gastgeber hatten dann nach über einer halben Stunde Spielzeit die erste Gelegenheit, doch den 30-Meter-Freistoß von Philipp Weingärtner hatte Dominic Rogner im TSV-Tor im nachfassen. Kurz vor der Pause verhinderte ESV-Torwart Andreka die Weißenburger Führung, als er einen satten Schuss von Robin Renner zur Ecke lenkte. Gute Paraden des ESV-Torwarts: Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Weißenburger spielbestimmend und nach einer Ecke von Benjamin Weichselbaum kam Renner zum Kopfball. Doch der Aufsetzer wurde erneut eine Beute von Andreka. Der Ansbacher Schlussmann war an diesem Tag der beste Mann seines Teams und war in der 67. Minute erneut auf dem Posten. Er ließ den 22-Meter-Schuss von Maik Wnendt zwar abprallen, war dann aber vor dem nachsetzenden Johannes Herrmann am Ball und konnte klären.

Der fünfte Sieg in Folge ist dem TSV 1860 Weißenburg am gestrigen Sonntag geglückt: In Greding gewann die Elf von Trainer Markus Vierke verdient mit 3:1 Toren und hat zudem etwas überraschend die Tabellenführung übernommen. Die TSV-Sechziger profitierten von der Dittenheimer 1:3-Niederlage bei der SG Herrieden und dem Deutenbacher Erfolg beim FC Wendelstein. Zudem wurde die Begegnung Raitersaich gegen Ansbach-Eyb abgesagt. Die rund 2100 Zuschauer in Greding sahen zwei unterscheidliche Halbzeiten. Der TSV 1860 Weißenburg legte furios los und agierte gnadenlos effektiv. In der 4. Minute schloss Robin Renner einen schnellen Spielzug über fünf Stationen mit einem Schuss ins lange Eck und dem 0:1 ab. Danach war es Benjamin Weichselbaum, der Gredings Keeper Fabian Lang prüfte. In der 29. Minute hatten die Gastgeber dann die größte Chance zum Ausgleich, nachdem Maik Wnendt im Strafraum Fabian Schlupf zu Fall gebracht hatte. Weißenburgs Torhüter Johannes Uhl erwies sich jedoch als Elfmeter-Killer: Zunächst parierte er den Strafstoß von Christoph Biedermann und hielt auch noch den Nachschuss von Marco Meyer. Kurz danach stellte Jonas Ochsenkiel auf 0:2. Nachdem Robin Renner einen Abwehrspieler sowie Gredings Keeper Fabian Lang bedrängt hatte, stießen beide zusammen, sodass Ochsenkiel den Ball nur noch ins verwaiste Tor schieben musste. Sechs Minuten vor der Halbzeitpause war es erneut Ochsenkiel, der für die Weißenburger traf. Er erlief sich einen weiten Pass, doch Gredings Keeper Lang spielte das Leder außerhalb des Strafraumes mit der Hand. Der Weißenburger blieb allerdings in Ballbesitz und schob zum 0:3 ein. Nach dem Seitenwechsel agierte Greding deutlich druckvoller und schon in der 53. Minute markierte Fabian Schlupf das 1:3, nachdem er sich um einen TSV60-Abwehrspiekiel-Schuss musste Yannik Strobel auf der Gegenseite in höchster Not im Fünfmeterraum das 2:3 verhindern. Wiederum Ochsenkiel hatte in der 70. Minute die Chance zur Vorentscheidung, doch nach einer Weichselbaum-Flanke ging sein Kopfball knapp vorbei.

Der TSV 1860 Weißenburg hat am 14. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Süd mächtig für Furore gesorgt: Mit sage und schreibe 8:0 gewann die junge Mannschaft um Trainer Markus Vierke und Co-Trainer Michael Seitz am Samstag zu Hause gegen den SV Raitersaich und setzte sich damit für eine Nacht an die Tabellenspitze – gestern holte sich der FV Dittenheim Rang eins zurück. Mit dem Kantersieg bauten die Weißenburger ihre blitzsaubere Monatsbilanz auf vier Siege und 18:0 Tore aus. Man kann also wirklich von einem „goldenen Oktober“ sprechen. Geht man noch etwas weiter zurück, dann kommt der TSV 1860 aus den letzten sieben Spielen auf sechs Siege (bei einer 0:1-Niederlage in Hilpoltstein) und 24:1 Treffer. Insofern fasste auch Coach Vierke kurz und bündig zusammen: „Es läuft einfach seit Wochen super.“ Gegen Aufsteiger Raitersaich attestierte Markus Vierke seinem Team ein „wahnsinnig starkes Spiel“. Wie das im Fußball oft so ist, hätte es vielleicht auch anders laufen können, wenn Gäste-Torjäger Florian Müller in der neunten Minute mit seinem Volleyschuss getroffen hätte. Allerdings war TSV-1860-Keeper Johannes Uhl auf seinem Posten und klärte mit einer sensationellen Parade zur Ecke. Kurz darauf verfehlte Müller bei einer weiteren Chance das Ziel. Dann kamen die Weißenburger ins Rollen. Jonas Ochsenkiel (vorbei) und Maik Wnendt (sein Freistoß touchierte die Latte) näherten sich der Führung an, in der 22. Minute war es so weit: Nach einer Hereingabe von Benjamin Weichselbaum konnte der SVR nicht klären, das Leder kam zu Maik Wnendt, der sich den Ball zurechtlegte und aus 16 Metern mit einem wunderbaren Schlenzer zum 1:0 in den Winkel traf. In der 29. Minute dann die nächste Schlüsselszene: Weißenburgs Robin Renner lief Richtung Tor und wurde von Thomas Bauersachs kurz vor dem Sechzehner gehalten. Schiedsrichter Holger Hofmann zückte die Rote Karte und Raitersaich war ab sofort in Unterzahl. Der TSV 1860 nutzte diesen Umstand noch vor der Pause mit einem Doppelschlag. Zunächst traf Ochsenkiel nach eleganter Annahme aus der Drehung zum 2:0 (42. Minute), dann legte der Kapitän quer zum mitgelaufenen Renner, der zum 3:0 einschob (43.).

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