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Bitterer Saisonauftakt für den TSV 1860 Weißenburg in der Bezirksliga Süd: Beim FC Wendelstein setzte es trotz einer zweimaligen Führung der Weißenburger eine 3:4-Niederlage. Dabei hatten die TSV-Sechziger gut begonnen und in der 11. Minute hatte Benjamin Weichselbaum nach Zuspiel von Jonas Ochsenkiel eine erste Schuss-Chance, die jedoch abgeblockt wurde. Doch schon die nächste Strafraum-Szene brachte die Führung für die Truppe von TSV-60-Coach Markus Vierke: Max Pfann war im Sechzehner am Knöchel getroffen worden und Referee Manuel Doneff entschied auf Elfmeter. Diesen verwandelte Jonas Ochsenkiel zum 0:1. Nur fünf Minuten später wurde Ochsenkiel von Christian Leibhard freigespielt, doch dessen Direktabnahme ging rechts am Wendelsteiner Tor vorbei. Danach kamen die Platzherren mit ihrem ersten gefährlichen Angriff zum 1:1-Ausgleich: Jonas Hammel setzte sich links durch und passte von der Grundlinie zurück auf Andre Doffin, der aus acht Metern dem TSV-60-Keeper Johannes Uhl keine Chance ließ. Nach einem Schuss von Max Pfann, den FC-Torwart Benjamin Schote nur mit Mühe zur Ecke klären konnte, köpfte Wendelsteins Christopher Bauer eine Ecke mit Wucht zum 2:1 ins Weißenburger Tor. Auch dieser Treffer wäre bei konsequenterer Abwehrarbeit zu verhindern gewesen. Die TSV-Sechziger kamen überaus motiviert aus der Kabine und wollten den Ausgleich. In der 46. Minute dann eine umstrittene Szene, als Max Pfann im Strafraum von hinten in die Beine getreten wurde, der Pfiff des ansonsten gut leitenden Referees aber ausblieb. Doch nur wenig später gelang dem Weißenburger Stürmer dann das 2:2, als er von Benjamin Weichselbaum am Fünfmetereck angespielt worden war.

1.Herren: Bezirksliga, seit 2014 U23: Kreisliga West, seit 2019

Trainer:
1.Herren: Markus Vierke, 37J, seit 2017, Co-Trainer: Michael Seitz, 42J
U23: Jonas Herter, 31J, seit 2018, Co-Trainer: Roland Kral, 54J

Neuzugänge:
Salvatore Greco-Cutturello, David Killian, Philipp Meier, Constantin Moisa (alle eigene U19), Filippo Virduzzo (während letzter Saison, SpVgg Ansbach II), Dominic Rogner (SG Nennslingen/Bergen), Giovanni Virduzzo (TSG Ellingen).

Abgänge:
Tobias Reile (Ziel unbekannt), Yunus Samat (ATS Hof/West), Marco Schwenke (Laufbahn beendet), André Hofer (SG Ramsberg/St.Veit), Halit Aga (ESV Treuchtlingen), Konstantin Bilinski (Laufbahn beendet), Emre Cömert (IFC Weißenburg).

Saisonziel:
- Platz 1-10
- junge eigene Nachwuchsspieler im Herrenbereich weiterentwickeln

Meisterschaftstipp:

1.Herren: SC Aufkirchen U23: SV Wettelsheim, SV Kammerstein, SV Unterreichenbach

Mit einem Freundschaftsspiel gegen die ehemalige BOL-Mannschaft des TSV 1860 Weißenburg sagte CHRISTOPH OBERHAUSER „Servus“ beim FV Dittenheim. Mit einem Abschiedsspiel gegen seine ehemaligen Weggefährten und Mannschaftskameraden aus Bezirksoberliga-Zeiten des TSV 1860 Weißenburg ist Christoph Oberhauser vom Bezirksligisten FV Dittenheim jetzt verabschiedet worden. Er wechselt nach vielen Jahren zurück zu seinem Heimatverein SV Obermögersheim. Christoph Oberhauser, den alle eigentlich nur bei seinem Spitznamen „Obi“ rufen, war in den vergangenen zehn Jahren ein absoluter Aktivposten beim FV, deren sportliche Erfolge er mitprägte. Er hatte jedoch eine mindestens genauso lange Weißenburger Vergangenheit. Als C-Juniorenspieler wechselte er zum damaligen TSV Weißenburg und erreichte mit seinen Kameraden des Jahrgangs 1983 große Erfolge. Highlight war unter Franz Wokon der Aufstieg in die A-Junioren-Bayernliga. Danach war er wichtiger Bestandteil der Bezirksliga- und Bezirksoberliga- Mannschaft des TSV 1860 Weißenburg und galt nicht nur als überragender Linksfuß, sondern stets auch als fairer Sportsmann. Deshalb war es auch für seine ehemaligen Kameraden eine große Ehre, an der Verabschiedung in Dittenheim mitzuwirken, bei der auch noch FV-Urgestein Sven Hüttmeyer in den „Ruhestand“ verabschiedete wurde. In einem recht munteren und sehenswerten Kick, bei dem Oberhauser jeweils eine Halbzeit in beiden Teams mitwirkte, ließen die ehemaligen BOL-Akteure, trotz fortgeschrittenen Fußballer-Alters, ihre Klasse immer wieder aufblitzen, wenngleich die wesentlich jüngeren Gastgeber läuferische Vorteile hatten. Am Ende trennten man sich mit einem leistungsgerechten 2:2. Für den von Franz Wokon gecoachten TSV 1860 traf Markus Lehner; hinzu kam noch ein Eigentor. Für Dittenheim (Coach: Jürgen Bauer) waren Thomas Selz und Jochen Prosiegel erfolgreich. Für Oberhausers ehemalige Mannschaft aus Weißenburger Zeiten spielten folgende Akteure: Thomas Schneider, Thomas Vierke, Markus Vierke, Markus Lehner, Almidin Aga, Syle Bashaj, Martin Fochler, Arben Lumi, Jan Stephan, Serdar Er, Manfred Schleußinger, Serkan Er, Hakan Doganer, Marco Schwenke, Daniel Kritsch, Sebastian Huber, Sven Katheder und Michael Wissmüller; Trainer: Franz Wokon; Betreuer Michael Seitz und Peter Denk.

Mit Ausnahme von Dominik Rogner kommen die „Neuen“ bei den WEISSENBURGER FUSSBALLERN allesamt aus der eigenen Jugend: Gerade mal fünf Tage nach dem letzten Relegationsspiel und dem Aufstieg der Reserve in die Kreisliga hat die erste Fußball-Herrenmannschaft des TSV 1860 Weißenburg im heimischen Sportpark Rezataue die Vorbereitung auf die neue Saison in der Bezirksliga Süd in Angriff genommen. Trainer Markus Vierke und sein „Co“ Michael Seitz baten zum ersten Training und viele Spieler folgten dem Ruf. Unter ihnen auch ein Teil der Neuzugänge, wobei das eigentlich der falsche Bergriff ist. Einziger externer „Neuer“ ist nämlich Dominik Rogner, der wiederum schon bis 2018 in Weißenburg gespielt hat. Der Torhüter ist nun von de SG Nennslingen/ Bergen zum TSV 1860 zurückgekehrt.
Sechs Spieler aus der U19
Ansonsten ergänzen und verstärken mehrere Spieler aus der eigenen U19 den Kader der „Ersten“ in der Bezirksliga sowie der U23 in der Kreisliga. Diese Akteure haben mit der U19 die Meisterschaft in der Bezirksoberliga und damit den Landesliga- Aufstieg geschafft und trugen anschließend zum Teil noch zum Sprung der zweiten Herrenschaft nach oben bei. Die U19-Spieler im Einzelnen: Max Fiedler, David Killian, Salvatore Greco-Cutturello, Philipp Meier, Constantin Moisa und Noah Camara. Ebenfalls ein junger Spieler war bereits in der vergangenen Winterpause nach Stationen beim FC Ingolstadt und bei der SpVgg Ansbach nach Weißenburg zurückgekehrt, nämlich Filippo Virduzzo. Und noch ein weiterer Akteur mit Vorname Filippo ist als alter Bekannter „neu“ beim TSV 1860: nämlich Greco-Cutturello senior, der künftig als Betreuer der Weißenburger Fußballer fungiert.

Unser TSV 1860 hat jüngst drei verdiente Spieler der ersten Herrenmannschaft ausgezeichnet. Patrick Weglöhner brachte es in den vergangenen Spielzeiten auf über 250 Einsätze, seine Teamkollegen Marco Schwenke und Markus Lehner streiften jeweils über 350-mal das Trikot des TSV 1860 Weißenburg über. Fußball-Abteilungsleiterin Alexandra Wagner-Hamm überreichte den drei Kickern jeweils eine Bildtafel und ein Geschenk des Vereins. Unser Bild zeigt die erste Herrenmannschaft mit den drei geehrten Spielern und Alexandra Wagner-Hamm.

Das Rückspiel zwischen dem FSV Stadeln und dem TSV 1860 Weißenburg hat gestern noch mal einen drauf gesetzt. Die Entscheidung ums Weiterkommen in der Landesliga- Relegation fiel erst nach Verlängerung am frühen Sonntagabend. Nach dem 2:1 für Weißenburg im packenden Hinspiel, lag nun Stadeln nach 90 Minuten 2:1 vorne und traf in der 110. Minute zum 3:1. Der TSV 1860 konnte in beiden Partien mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein. Der Vizemeister der Fußball-Bezirksliga Süd begegnete dem favorisierten Nord-Zweiten auf Augenhöhe, scheiterte am Ende aber denkbar knapp. Aus der Traum von einer Landesliga- Rückkehr nach gut 25 Jahren! Der FSV darf dagegen weiter hoffen und hat es am 29. Mai und 2. Juni – wieder mit Hin- und Rückspiel – mit dem SV Etzenricht zu tun, der gestern mit 7:0 (!) gegen den SV Haushahn gewann (Hinspiel: 3:3). Die erste Hälfte vor rund 550 Zuschauern auf dem Sportplatz am Kronacher Wald in dem Fürther Stadtteil begann mit einem Lattentreffer von Stadelns Sven Reischl. Das war zugleich der letzte Hallo-Wach-Effekt für die Weißenburger, die fortan eine sehr disziplinierte Vorstellung zeigten, in der Defensive sehr gut standen und kaum etwas zuließen. Unglücklicher Rückstand: Es gab zwar einige Standards, doch die brachten auf beiden Seiten nichts ein. Die beste Gäste-Möglichkeit hatte Jonas Ochsenkiel, der sah, dass FSV-Keeper Alexander Kracun (erst seit zwei Tagen spielberechtigt, ehemals 1. FC Nürnberg II und SV Seligenporten) zu weit vor seinem Kasten stand. Ochsenkiels cleverer Heber flog über den Torwart hinweg – ging aber auch über das Tor (26.). Bitter und unglücklich dann der Rückstand für die TSVler in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Sven Reischl nahm den Ball am Flügel mit der Hand mit und spielte einen Diagonalball auf Markus Bauer. Der zog aus 14 Metern ab und obwohl Weißenburgs Schlussmann Johannes Uhl noch mit der Fußspitze dran war, landete das Leder zum 1:0 für Stadeln im Tor (45. +1). Gleich nach der Pause prallte Uhl mit Yannick Loos zusammen, konnte aber nach einer Behandlungspause weiter machen. Max Hering (FSV) köpfte dann knapp vorbei und Uhl parierte gegen Gerhard Strobel. Auf der Gegenseite wurde Patrick Weglöhner geblockt.

Im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Nürnberger verlor unser 1860-Nachwuchs. Gleich zu Beginn unterlief dem an diesem Tag oft unsicheren Abwehrverbund ein Fehler. Der Stürmer der Gäste nutzte dies aus und markierte frei stehend vor unserem Torwart Henri Sarres das 0:1. Geschockt vom frühen Rückstand kamen die Gäste weiter vor das Heimtor. Ein Foul im 16er führte zu einem Strafstoß, der allerdings am Tor vorbei geschossen wurde. Nun wachte Weißenburg endlich auf und drängte nach vorne. Die Belohnung war der Ausgleichstreffer durch Lorenz Rachinger nach einem schönen Querpass von Jakob Rottler. Zwei Zeigerumdrehungen später der umgekehrte Weg. Rachinger legte zu Rottler quer, dieser schob allerdings aus 2 Metern am leeren Tor vorbei. Nach der Halbzeitpause machte Weißenburg weiter Druck, vergab aber große Möglichkeiten. Die Gäste reagierten eiskalt und erzielten kurz nacheinander 2 Treffer zum 1:3. Die 60ger gaben sich jedoch nicht auf und wollten zumindest noch ein Unentschieden holen. Fabio Vierke setzte einen Freistoß sehenswert in den Winkel zum 2:3-Anschlusstreffer. Der Ausgleich sollte aber nicht mehr gelingen. Nürnberg vollendete noch eine der sich in der Schlussphase ergebenden Kontersituationen erfolgreich und gewann mit 4:2. Am kommenden Samstag steht das letzte Punktspiel der BOL auf dem Programm. Dann get es zur Quelle Fürth. Dort hofft man wieder erfolgreicher zu sein und die Saison mit Tabellenplatz 2 abschließen zu können.

Fußball-Herz was willst du mehr: Beim ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga herrschte bestes Wetter und eine große Kulisse von rund 750 Zuschauern umsäumte den A-Platz im Sportpark Rezataue; der TSV 1860 Weißenburg und der FSV Stadeln boten einen umkämpften, spannenden und mitunter auch emotionalen Vergleich, der dann auch noch das zum Spielverlauf passende Ergebnis brachte, nämlich ein knappes aber verdientes 2:1 für Weißenburg. Das Ergebnis lässt für das Rückspiel der beiden Vizemeister aus den mittelfränkischen Bezirksligen am morgigen Sonntag um 16 Uhr in Stadeln alle Möglichkeiten offen. „Der Sieg war wichtig für unsere Moral“, unterstreicht TSV-1860- Trainer Markus Vierke. „Wie wir heute gesehen haben, ist es auf jeden Fall ein Spiel, in dem wir eine Chance haben.“ Weil es beim Weiterkommen nach dem Europapokal-Modus geht, könnte das Auswärtstor des FSV noch eine wichtige Rolle spielen. „Stimmt schon“, findet Markus Vierke, „aber wir führen“. Und das war unterm Strich in Ordnung so, denn in der ersten Stunde ließen die Weißenburger vor heimischer Kulisse so gut wie nichts zu. Die offensivstarken FSVler (92 Saisontore) hatten zwar optische Vorteile kamen gegen die gut gestaffelte TSV-1860-Defensive aber nicht gefährlich vors Tor. Anders die Platzherren. Zunächst lenkte Marcel Lenhart einen Freistoß von Maik Wnendt mit Mühe zur Ecke, dann eilte Max Pfann auf Stadelns Keeper zu, brachte den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle und die erste Topchance des Spiels war verpufft (12.).

„Unglaublich“: TSV 1860 in der Relegation: Weißenburg eroberte mit einem 1:0 gegen Burgfarrnbach den ZWEITEN TABELLENPLATZ der Bezirksliga Süd und kickt am Donnerstag gegen den FSV Stadeln.  Markus Vierke strahlte und freute sich mit seinem Team, denn das hatte der TSV-1860-Coach nicht erwartet: Bezirksligist Weißenburg hat die Minimalchance genutzt und spielt in der Relegation um den Aufstieg in die Landesliga. Das Hinspiel ist am Donnerstag um 18.30 Uhr gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga Nord, den FSV Stadeln. Dort muss der TSV 1860 Weißenburg dann am Sonntag, 26. Mai, um 16 Uhr zum Rückspiel antreten. Dann wird sich zeigen, wer in die zweite Runde geht. Die Situation vor dem letzten Bezirksliga-Spiel war relativ aussichtslos für die Weißenburger: Als Viertplatzierter brauchte es einen Heimsieg gegen den Tabellenzweiten TSV Burgfarrnbach und gleichzeitig durfte der Dritte TSG 08 Roth zu Hause gegen Dinkelsbühl nicht gewinnen. So gaben sich Hoffen und Bangen die Hand. Über die fast 100 Minuten Spielzeit – wegen mehrerer Verletzungspausen wurde ausgiebig nachgespielt – kostete das einiges an Nerven. Die offensiv agierenden Burgfarrnbacher wären eigentlich in der 13. Minute durch Tim Pascheks Lattenknaller in Front gegangen: Das Leder hüpfte zwar hinter der Torlinie auf (und wieder heraus), doch weder Referee Holger Hofmann noch Assistentin Selin Schuh hatten es gesehen. Die Hoffnung beim TSV 1860 überwog, als Maik Wnendt in der 17. Minute sein Team mit 1:0 in Front gebracht hatte – in Roth stand es noch 0:0,Weißenburg war damit Zweiter. Wenig später schwand die Hoffnung, als die Rother die Führung erzielten und Weißenburgs Keeper Johannes Uhl nach einem klaren Foul durch Tim Paschek benommen liegen blieb. Paschek hatte voll durchgezogen und den schon mit den Händen am Ball befindlichen Uhl mit dem Knie am Kopf getroffen. Der Torhüter konnte zwar kurz weitermachen, doch nach der Pause stand Jonas Herter zwischen den Pfosten. Beide Mannschaften hatten vor dem Seitenwechsel noch gute Chance, doch Yannik Strobel und Tobias Reilescheiterten an Gästekeeper Dennis Meier und Maik Wnendt verzog knapp. Für die Gäste verfehlte Maximilian Schmidt das Tor. Nach der Pause drängte Burgfarrnbach vehement auf den Ausgleich, der dem Team von Trainer Uwe Neunsinger den Relegationsplatz gesichert hätte. Doch die gut stehende TSV-1860-Abwehr um Kapitän Markus Lehner ließ nur wenig zu. Tim Paschek zielte in der 58. Minute vorbei und sein Freistoß in der 68. Minute lenkte Jonas Herter mit toller Parade um den Pfosten. Zeitversetzt durch die Verletzungspausen und einem späteren Beginn hatte das Weißenburger Lager Kunde vom 1:1-Remis der Dinkelsbühler bei der TSG Roth. Letztere hatte den Treffer und damit das Relegations-Aus in der 91. Minute kassiert. Nur ein Sieg der Burgfarrnbacher hätte ihnen noch den zweiten Platz gebracht.

Neue Aufstiegsträume: Der TSV 1860 WEISSENBURG besiegte Berching souverän mit 3:1. Der TSV 1860 Weißenburg ist wieder voll dabei im Rennen um den Platz zwei in der Bezirksliga Süd. Denn beim Aufstand der Kellerkinder ließen gleich zwei Teams an der Tabellenspitze Federn. Nur der TSV 1860 regelte seine Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten TSV Berching souverän und gewann mit 3:1. Viel besser hätte es fast nicht laufen können für die Weißenburger. Die direkten Konkurrenten um den zweiten Rang in der Bezirksliga patzten: Burgfarrnbach verlor beim SV Marienstein, das mit dem Sieg die Abstiegsplätze verlassen konnte, und die TSG Roth musste beim Tabellenvorletzten aus Holzheim die Segel streichen. Damit ist für das Team von Trainer Markus Vierke wieder alles drin im Aufstiegsrennen, denn nächste Woche empfangen die Sechziger den Tabellenzweiten und können mit einem Sieg an Burgfarrnbach vorbeiziehen. Der Sieg der Weißenburger in Berching war vollkommen verdient. Schon in den ersten zehn Minuten kam der TSV zu zwei guten Chancen. Maik Wnendt schloss nach Flanke von Benjamin Weichselbaum aus zwölf Metern ab, Nachwuchsspieler Salvatore Greco Cutturello scheiterte aus kurzer Distanz am Berchinger Torwart Dominik Höllrigl. Trotz überlegenem Spiel sah sich das Vierke-Team dann aber auf einmal in Rückstand. Eine Ecke von Alexander Stark landete dank heftigem Wind direkt im Weißenburger Tor (11.). Aber der TSV 1860 ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte konzentriert weiter. Tobias Reile wurde in der 13. Minute im letzten Moment geblockt und scheiterte drei Minuten später an Höllrigl. Vor der Pause klappte es dann noch mit dem Ausgleich. Berchings Luca Ruppert foulte Maik Wnendt im Strafraum, den fälligen Elfmeter versenkte Benjamin Weichelbaum sicher zum 1:1 (45). Nach dem Pausenpfiff vergab zunächst Weichselbaum nach Rückpass von Tim Lotter die Riesenchance zur Führung, indem er den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbeischob. Ein Fehler, der beinahe bitter bestraft wurde, denn kurz darauf kam Berching durch Ruppert das einzige Mal in der zweiten Halbzeit gefährlich vor das TSV-Tor. Johannes Uhl war aber zur Stelle. Markus Lehner sorgte schließlich mit einem Traumtor aus 30 Metern in den Winkel für die verdiente Führung (62.). Danach beherrschte der TSV die Partie und legte nach: Reile schob den Ball auf die Außenbahn zum eingewechselten Robin Renner, der aus 14 Metern zum 3:1-Endstand einnetzte (80).

Die Weißenburger gewannen in der FUSSBALL-BEZIRKSLIGA SÜD erneut gegen den SV Wettelsheim, der nach dem 1:2 nun wieder auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen ist. Es bleibt dabei: Für den SV Wettelsheim ist im Derby der Fußball- Bezirksliga Süd gegen den TSV 1860 Weißenburg weiterhin nichts zu holen. Am Mittwochabend musste sich der SVW beim Auswärtsspiel im Sportpark Rezataue knapp mit 1:2 geschlagen geben, nachdem er in den vorangegangen Vergleichen der beiden Nachbarvereine ebenfalls leer ausgegangen war (2:5, 0:1, 0:4). Diesmal schmerzt die Niederlage besonders. Zum einen haben die Wettelsheimer Konkurrenten im Tabellenkeller fast alle gepunktet und den SVW dadurch auf den ersten Abstiegsplatz (Rang 15) zurückfallen lassen. Zum anderen wäre aus Sicht von Trainer Tobias Grimm ein Punkt in Weißenburg verdient gewesen: „Gefühlt haben wir ein gutes Derby gespielt, und es war schade, dass wir am Ende mit leeren Händen dastanden.“ Sein Weißenburger Kollege Markus Vierke sah das ein wenig anders: „Ich denke, wir haben auf jeden Fall verdient gewonnen und waren spielerisch die deutlich überlegene Mannschaft.“ Mit dem Derbysieg ist der TSV 1860 auf den vierten Tabellenrang hochgeklettert und hat seine theoretischen Chancen auf Platz zwei gewahrt. Allerdings beträgt der Rückstand auf den Zweiten Burgfarrnbach weiterhin vier und auf den Dritten Roth drei Punkte. Nicht ganz unwichtig bei dieser Konstellation: Burgfarrnbach muss am letzten Spieltag noch in Weißenburg antreten.

Auf Achterbahnfahrt war gestern Nachmittag der TSV 1860. Zuerst lagen die Weißenburger 0:2 hinten, dann drehten sie das Spiel und schafften in der Nachspielzeit das vermeintliche Siegtor zum 3:2. Doch Marienstein schlug per Elfmeter nochmal zum 3:3-Endstand zurück. In der ersten Hälfte hatten die Gäste schon mehr Spielanteile, Ballbesitz und auch Torchancen durch zweimal Maik Wnendt (unter anderem ans Außennetz), Tobias Reile und Patrick Weglöhner. Allerdings machte Marienstein bei zwei Kontern die Tore: Zuerst traf Jonas Ferstl (25.) zum 1:0, dann legte der Ex-Solnhofener Manuel Bittlmayer zum 2:0 nach (29.). Nach der Pause zog sich der SVM weiter zurück und stand in der Defensive sehr gut, sodass die Weißenburger keine nennenswerten Torszenen hatten. Während Bittlmayer nach 65 Minuten die Vorentscheidung verpasste, als er an Torhüter Johannes Uhl scheiterte, startete der TSV eine furiose Schlussoffensive. In der 81. Minute verlängerte Leibhard eine Weichselbaum-Ecke und Tim Lotter drückte am langen Pfosten zum 2:1 ein. Nur zwei Minuten später flipperte der Ball nach einem Reile-Schuss durch den Strafraum und Christian Leibhard vollendete zum 2:2 (83.). In der 91. Minute schien „Benni“ Weichselbaum zum Matchwinner zu avancieren, als er zum 2:3 einköpfte und die Weißenburger erstmals in Führung brachte. Doch Marienstein gab nicht auf, erhielt noch einen Foulelfmeter, den Sebastian Heimisch zum 3:3-Endstand in einer torreichen und mitunter turbulenten Partie verwandelte.

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