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Es war ein Fußball-Spektakel und zugleich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Am Ende stand der TSV 1860 Weißenburg aber trotz einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung in einem wilden Spiel der Landesliga-Nordost beim BSC Woffenbach mit leeren Händen da und verlor mit 4:5. Somit wartet der Aufsteiger weiter auf den ersten Punktgewinn. Ein Remis wäre in der Oberpfalz sicherlich drin und letztlich auch verdient gewesen. Die erste gute Szene beim Duell der Bezirksliga-Meister von 2019 (Woffenbach) und 2021 (Weißenburg) hatten die Gäste, doch BSC-Keeper Christopher Blank klärte per Fuß gegen Robin Renner (11.). Dann folgte ein Woffenbacher Doppelschlag, bei dem sich erneut zeigte, wie schnell Fehler in der Landesliga bestraft werden. Zunächst blieb Weißenburgs Daniel Hofrichter bei einem Zweikampf im Rasen hängen, Akin Ülker hatte freie Bahn zum 1:0 (13.). Nur zwei Minuten später brachte Philipp Schwarz auf TSV-Seite den Ball nach einer scharfen Flanke von Alex Saburin nicht unter Kontrolle und Manuel Wastl war mit dem 2:0 zur Stelle. Noch dicker hätte es für den TSV 1860 kommen können, wenn Torhüter Johannes Uhl kurz darauf gegen Ülker nicht zur Ecke geblockt hätte. In der Schlussphase der ersten Hälfte entpuppten sich die Gäste als Stehaufmännchen und hatten auch das Glück des Tüchtigen: Nach Vorarbeit von Ferat Nitaj scheiterte Ochsenkiel am Torwart. Von ihm sprang der Ball jedoch in Flippermanier an die Brust von Woffenbachs Jan Lugert und landete zum 2:1 im Kasten – Eigentor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte dann ein herrlicher Weißenburger Spielzug sogar noch für den 2:2-Ausgleich: Marco Jäger startete im Mittelfeld durch und bediente Robin Renner, der für Tom Vierke auflegte und Letzterer traf platziert ins lange Eck. Nach dem Seitenwechsel knüpfte der TSV 1860 nahtlos an. Nach einem Foul an Nitaj ließ der Schiedsrichter weiterlaufen und Jonas Ochsenkiel traf mit einem Flachschuss zum 2:3 (49.). Kurz darauf reklamierten die Gäste nach einer Attacke bei Nitajs Solo Elfmeter, der jedoch nicht gegeben wurde. Dennoch fiel in der 55. Minute das 2:4, als erneut Kapitän Ochsenkiel nach Zuspiel von Vierke mit einem cleveren Lupfer erfolgreich war. Die Weißenburger schienen auf der Siegerstraße, hatten dann aber ein paar unglückliche Entscheidungen gegen sich. So hätte es nach einer weiteren Ochsenkiel-Aktion eigentlich Ecke geben müssen. Stattdessen entwickelte sich ein gefährlicher Gegenstoß und der Referee gab wegen eines Fouls von Nitaj Elfmeter. Rene Zeltner trat an und verkürzte auf 3:4 (65.). Anschließend hatten Ochsenkiel und Nitaj das fünfte Tor auf dem Fuß, doch Blank parierte zweimal ganz stark. Und dann waren die Gäste erneut im Pech, denn eigentlich hätten sie in der eigenen Defensive Abstoß bekommen müssen, doch der Schiri gab diesmal Ecke und Fabian Rackl köpfte zum 4:4 ein (73.). Damit nicht genug: Drei Minuten später holte Torwart Uhl Zeltner im Strafraum von den Beinen. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 5:4 (76.). Danach ging es Hin und Her, der erhoffte Ausgleich wollte allerdings nicht mehr fallen und der TSV 1860 musste eine unglückliche Niederlage quittieren.

BSC Woffenbach: Blank, Lugert (66. Rackl), Saburin, Kubis, Schmid (56. Bayer), König, Zeltner (89. Pröbster), Manuel Wastl, Ulker, Meyer, Reim (66. Weißmüller).
TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Jäger (59. Weglöhner), Philipp Schwarz, Leibhard, Hofrichter, Eco (82. Wnendt), Nitaj, Ochsenkiel, Tom Vierke (69. Weichselbaum), Renner (82. Böhm), Pfann (27. Walter).
Schiedsrichter: Cornely (DJK Mühlbach); Zuschauer: 210; Tore: 1:0 Akin Ülker (13.), 2:0 Manuel Wastl (15.), 2:1 Jan Lugert (Eigentor, 39.), 2:2 Tom Vierke (45. +1), 2:3, 2:4 Jonas Ochsenkiel (49. und 55.), 3:4 Rene Zeltner (65., Foulelfmeter), 4:4 Fabian Rackl (74.), 5:4 Zeltner (76. Foulelfmeter).

TSVWUG SC04 2021Fußball und Nostalgie – das lässt sich einfach nicht trennen. Gerade in Zeiten wie diesen, wenn etwas durchaus Historisches passiert. Nach fast drei Jahrzehnten ist der TSV 1860 Weißenburg in die Landesliga zurückgekehrt. Da fällt der Blick automatisch zurück auf die früheren Zeiten des damaligen TSV in dieser Verbandsliga. Sowohl von 1967 bis 1974 als auch in der Saison 1985/1986 sowie schließlich von 1989 bis 1993 spielte Weißenburg in der Landesliga Mitte und konnte dabei viele namhafte Gegner an der Jahnstraße begrüßen. Die Landesliga war damals noch viertklassig, durch diverse Reformen ist sie inzwischen „nur“ noch sechstklassig, doch der Name hat nach wie vor enorme Strahlkraft. Während die TSVler heuer als Meister der Bezirksliga Süd aufgestiegen sind, hatten sie es 1989 als Meister der damals frisch gegründeten Bezirksoberliga Mittelfranken geschafft. Etliche Spieler von der damaligen Aufstiegsmannschaft konnte der TSV 1860 nun auch zum Auftaktspiel der neuen Weißenburger Landesliga-Generation begrüßen – allen voran deren beliebten Erfolgstrainer Manfred Wilfling. Der Kipfenberger, der heuer seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, hat noch immer Kontakt zu etlichen Spielern von einst. Weißenburg war für ihn in vier Jahren eine ganz besondere Station. Nicht nur, dass Wilfling den TSV in die Landesliga führte. Nein, er konnte dort auch zweimal den Klassenerhalt feiern, ehe er sich verabschiedete und an Trainer Georg Laube aus Neumarkt übergab. Beim Eröffnungsspiel der Saison 2021/2022 in der Landesliga Nordost zwischen Weißenburg und dem SC 04 Schwabach begrüßte Moderator Alexander Höhn neben Wilfling auch Harald Fuchs, Franz Schärtel, Benno Schneider, Volker Rammler, Günther „Bimbo“ Meyer und Franz Wokon aus der Meisterelf von 1989 – nicht mehr an der Jahnstraße, sondern in der Rezataue, wo der TSV 1860 seit Längerem spielt und wo das Sportgelände seit Neuestem den Namen Dotlux-Fußballpark trägt.

„Die schönste Zeit im Leben“

Franz Wokon, damaliger Spieler mit heutigem Status „Vereinslegende“, ernannte Höhn flugs zum „Klassensprecher“ der Aufstiegs-Truppe von vor gut 30 Jahren. Wokon stand Rede und Antwort und stellte dabei heraus, dass der TSV „schon immer die Intention verfolgt hat, mit Spielern aus der eigenen Jugend auch im Herrenbereich Erfolg zu haben“. Das sei nun erneut gelungen und liege auch an den vielen „tollen Jugendtrainern“, wobei Wokon vor allem die Verdienste des verstorbenen „Tommy“ Schneider herausstellte. Die Generationen einst und heute seien schwer zu vergleichen. Der Fußball habe sich stark verändert, die Landesliga sei inzwischen nicht mehr die vierte, sondern die sechste Stufe. Wokon zollte dem heutigen Team große Anerkennung, lobte aber auch die Vorgänger von einst: „Ich glaube, wir haben auch keinen schlechten Fußball gespielt.“ Und damit hat er ganz gewiss recht: Die Weißenburger waren damals eine echte Nummer in Bayern, spielten vom Papier her auf dem gleichen Level wie heute der Regionalligist VfB Eichstätt. Vom Meisterteam von 1989 mit Tansel Akmestanli, Werner Rachinger, Benno Schneider, Günther „Bimbo“ Meyer, Harald Fuchs, Werner Buckel, Franz Wokon, Andreas Scoezs, Peter Schmidtlein, Dieter Weiß, Claus „Wasa“ Meyer, Franz Schärtel, Andreas Heid, Peter Kindler, Stefan Zäh und Volker Rammler kennt man heute noch praktisch alle Namen. Wenn Benno Schneider zurückdenkt, stellt er kurz und bündig fest: „Das war einfach die schönste Zeit im Leben.“
Der letzte Aufstieg ist immer noch irgendwie präsent – doch wie ging die Landesliga-Zeit damals eigentlich zu Ende? Es war in der Saison 1992/1993, an deren Beginn Günther Meyer Georg Laube als Trainer ablöste, den Abstieg allerdings nicht verhindern konnte. Personell hatte sich einiges verändert, und am vorletzten Spieltag standen die Weißenburger nach einer Niederlage beim FC Miltach als Absteiger fest.
Das letzte Heimspiel gegen den Mitabsteiger TSV Waldkirchen war dann zugleich das Abschiedsspiel für viele Jahre. Damals kamen Peter Stoll, Anton Hofmann, Gerd Deuter, Klaus Achtenberg, Thomas „Tommy“ Schneider, Norbert Schmidt, Franz Schärtel, Benno Schneider, Klaus Alder, Toni Hufmann, Reinhold Lüdke, Volker Rammler und Marc Jilge zum Einsatz.
Hufmann, der später auch Trainer in Weißenburg war, erzielte das 1:0. Nach dem Waldkirchener Ausgleich gelang Alder kurz vor Schluss noch der 2:1-Siegtreffer und damit das für lange Zeit letzte Landesliga-Tor der Weißenburger.
Nach der Rückkehr hat sich nun als Erster Ferat Nitaj mit einem Elfmeter zum 1:3-Endstand gegen Schwabach mit einem Tor verewigt. Schöne Geschichte am Rande: Jan Alder, der Sohn von Klaus Alder, stand letzten Freitag im Team der „Nullvierer“. Der Fußball schreibt halt einfach schöne Geschichten und liefert reichlich Stoff für Nostalgie.

1.Herren SC04 LLAuftakt2021Schwabachs Trainer Jochen Strobel schwärmte von der „geilen Atmosphäre“ und freute sich einfach, dass es nach 280 Tagen Corona-Zwangspause endlich wieder ein Punktspiel gab. Und das gleich mit einem Derby in Weißenburg, wo der Aufsteiger TSV 1860 nach 28 Jahren sein Comeback in der Landesliga feierte und für einen tollen Rahmen sorgte. Herrliches Wetter, 425 Zuschauer, das lange Zeit vermisste Fußballflair – es passte eigentlich alles aus Weißenburger Sicht. Nur das Ergebnis nicht, denn die Gastgeber mussten sich dem letztjährigen Vizemeister der Landesliga Nordost mit 1:3 geschlagen geben. Mann des Spiels war Gästestürmer Timo Meixner, der seiner Truppe mit drei Toren und einem lupenreinen Hattrick den ersten Sieg in der Vorrundengruppe 2 der aufgeteilten Spielklasse bescherte. Klar, dass auch dieses Resultat zur guten Laune des „Nullvierer“-Trainers beitrug.
„Abgeklärter und erfahrener“
Sein Weißenburger Kollege Markus Vierke hingegen war im ersten Moment natürlich enttäuscht. Sicher war Schwabach der klare Favorit, dennoch hatte man beim TSV 1860 auf eine Überraschung zum Auftakt gehofft. „Ein Remis wäre natürlich ein Traum gewesen“, sagte Vierke, erkannte aber an, „dass der Gegner einfach abgeklärter und erfahrener ist als wir“. Aus dem Spiel heraus habe seine Mannschaft relativ wenig zugelassen und auch selbst einige Chancen kreiert. In der Verwertung war der SC 04 aber einfach kaltschnäuziger.
Vom Anpfiff weg spürte man im Dotlux-Fußballpark, wie die Rezataue seit Kurzem heißt, dass in der Landesliga sportlich ein anderes Niveau herrscht, wie man es aus
den vergangenen Bezirksliga-Jahren kennt. Das Jura-Derby bot viel Tempo und rassige Zweikämpfe, war in der ersten Hälfte relativ ausgeglichen und offen, blieb bis zur Halbzeit aber torlos. Chancen waren beiderseits da, sie wurden aber nicht konsequent genutzt oder zu Ende gespielt. Zudem reklamierte der TSV 1860 vergeblich auf Elfmeter, als Robin Renner im Strafraum zu Fall kam.
Nach dem Seitenwechsel wurde der Neuling kalt erwischt, als Schwabachs Timo Meixner gleich in der 48. Minute zum 1:0 einköpfte (Weißenburgs Philipp Meier hatte einen Einwurf ungewollt zu ihm verlängert). Wenig später gerieten die „Nullvierer“ nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl, doch die numerische Überlegenheit des TSV 1860 währte nur kurz. Nach einem Foul von Daniel Hofrichter an Ukraine-Rückkehrer Anton Shynder zückte der Schiedsrichter im Gegenzug ebenfalls die Ampelkarte und gab zugleich Elfmeter: Meixner trat an und erhöhte auf 0:2 (56. Minute).
Das war bereits die Vorentscheidung, doch Meixner legte noch einen drauf: Als ihm ein abgefälschter Ball vor die Füße fiel, traf der 20-Jährige zum 0:3 (68.) und machte seinen lupenreinen Hattrick in 20 Minuten perfekt. Trotz des klaren Rückstands und der nicht mehr zu verhindernden Niederlage gaben die Weißenburger nicht auf, hatten noch ein paar gute Chancen und erhielten nach einem Foul an Benjamin Weichselbaum ebenfalls einen Elfer zugesprochen: der sehr agile Ferat Nitaj verwandelte sicher zum 1:3-Endstand.
„Weißenburg hat mit viel Herz und Leidenschaft gespielt und nie aufgegeben“, lobte SC-Coach Strobel, fand aber dennoch den Sieg seiner Mannschaft „auf jeden Fall verdient“. TSV-Trainer Vierke hat es ebenfalls gefallen, dass es sein Team bis zum Schluss versucht hat, obwohl das Spiel nach dem 0:3 schon gelaufen war. Und speziell in der ersten Hälfte habe es seine Mannschaft „sehr ordentlich“ gemacht, was für die kommenden Wochen hoffen lässt. So auch am kommenden Sonntag für das Match beim BSC Woffenbach.
Auch neben dem Platz war die TSV-Fußballabteilung voll gefordert. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren im Einsatz (zum Beispiel für die Datenerfassung oder das Aufstellen von Bänken wegen der Hygienevorschriften). Zudem gab es vor dem Spiel und in der Pause Interviews, die Moderator Alex Höhn mit TSV-Legende Franz Wokon und Oberbürgermeister Jürgen Schröppel führte. Wokon gehörte zum früheren Landesliga-Team, von dem etliche Spieler sowie Trainer Manfred Wilfling vor Ort waren (Bericht folgt). Schröppel zeigte sich erfreut, dass Amateursport wieder möglich ist, zollte dem TSV 1860 seinen Respekt für den Aufstieg („Die langjährige Jugendarbeit macht sich bezahlt“) und lobte das gesamte ehrenamtliche Engagement der Verantwortlichen und Helfer der Fußballsparte. Der OB: „Ein großartiges Team beim TSV!“
Emotionales Gedenken
Trotz der Freude über die Landesliga-Rückkehr und des hervorragenden Rahmens für das Auftaktspiel sorgte ein trauriger Anlass für den emotionalsten Moment des Abends: Kurz vor dem Anpfiff gab es eine Gedenkminute für die Opfer der Hochwasserkatastrophe sowie für die verstorbenen Vereinsmitglieder und langjährigen Aktivposten Thomas Schneider und Karl Papp. „Zwei Säulen des Vereins“, wie Alex Höhn betonte. Gerade Tommy Schneider gilt als Spieler und Trainer als Legende beim TSV. Viele der Akteure, die auf dem Platz standen und allesamt Trauerflor trugen, waren schon unter seinen Fittichen. Auch für ihn wäre das Landesliga-Comeback ein ganz besonderer Abend gewesen. UWE MÜHLING
TSV 1860 Weißenburg: Uhl, Jäger, Meier (81. Philipp Schwarz), Leibhard, Hofrichter, Wnendt (60. Pfann), Nitaj, Walter (81. Eco), Tom Vierke (77. Weichselbaum), Renner (77. Böhm), Ochsenkiel.
SC 04 Schwabach: Brunnhübner, Zillmann, Ruder (53. Graf), Mohrbach, Weiß (75. Hennemann), Nisslein, Söder, Schneider, Alder (62. Spieß), Shynder, Meixner (75. Ortner).
Schiedsrichter: Krettek (Neuburg); Zuschauer: 425; Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Timo Meixner (48., 56. Elfmeter, 68.); 1:3 Ferat Nitaj (82., Elfmeter).
Gelb-Rote Karten: Jakob Söder (SC 04, 54. Minute) und Daniel Hofrichter (TSV 1860, 55. Minute), jeweils wegen wiederholten Foulspiels.

"Grundsätzlich wollen wir jeden reinlassen, aber auch die gültigen Corona-Bestimmungen einhalten". Die Planungen und die Vorfreude auf das erste Landesligaheimspiel seit 28 Jahren laufen auf Hochtouren. Jedoch wird dies im Bezug auf Corona kein „normales“ Punktspiel – zumindest für die Zuschauer nicht. In der Theorie dürfen max. 1500 Zuschauer das mit Spannung erwartete Kreisderby besuchen, allerdings dürfen nur 200 davon -wie es auf Amateurplätzen üblich ist- „stehen“. In diesem Zusammenhang weist der TSV 1860 Weißenburg darauf hin, die zugewiesenen Plätze (es stehen per Bierzeltbänke weitere 400 Sitzplätze zur Verfügung) zwingend einzuhalten (ca. 40 Sitzplätze sind im Bereich der Anzeigetafel fest installiert). Anlehnend daran ist auch das Mitbringen eines eigenen Klappstuhls möglich, willkommen und wünschenswert, um die vorgegebene Abstandsregel noch besser einzuhalten. Die Datenerfassung ist über die Luca-App möglich, wer diese nicht besitzt, kann sich ganz normal „auf Papier“ registrieren. Auch die Maskenpflicht besteht weiterhin, und zwar immer dann, wenn der zugewiesene Platz verlassen wird (wie z.B. beim Getränke-/Speisenkauf oder auch auf dem Weg zum WC). Abschließend bitten wir noch um rechtzeitige Anreise, um all diese Formalitäten ohne Hektik erledigen zu können.

Die 19 Vereine der Herren Landesliga Nordost stimmen mit 10 zu 8 (1 Enthaltung) für das „alternative/neue Spielmodell“, das somit für die neue Saison 2021/2022 gespielt wird.
- Landesliga Nordost wird in 2 Gruppen geteilt.
- Geplanter 1. Spieltag 23./24./25.07.2021
- Jede Gruppe spielt bis Ende November ein Hin- und Rückspiel.
- Die jeweils besten 4 Vereine aus beiden Gruppen bilden fürs Frühjahr 2022 die Aufstiegsrunde und die restlichen 11 Vereine bilden die Qualifikationsrunde (bzw. Abstiegsrunde). Gegen die „neuen Gegner“ gibt es dann wieder ein Hin- und Rückspiel im Frühjahr 2022.
- Punkte aus der Herbstrunde 2021 werden übertragen in die Frühjahrsrunde, ABER nur gegen die Gegner, die sich für die GLEICHE Runde qualifiziert haben.
- Aus 38 Spieltagen (herkömmlicher Modus) werden jetzt insgesamt 28 Spieltage.
- Im Mai 2022 (Saisonende) gibt es einen Direktaufsteiger, einen Aufstiegsreleganten (aus der 8er Aufstiegsrunde) und drei Direktabsteiger sowie drei bis vier Abstiegsreleganten (aus der 11er Abstiegsrunde).

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Herren Meister2021

Das nennt man wohl ein perfektes Timing: Als Markus Vierke und Michael Seitz den offiziellen Trainingsauftakt für die erste Fußball-Herrenmannschaft des TSV 1860 Weißenburg vor einigen Wochen auf Anfang Juni festgesetzt haben, war noch nicht abzusehen, wie sich die Corona-Lage entwickeln würde. Inzwischen aber, und spätestens mit den Lockerungen vom vergangenen Freitag, können die beiden Trainer und ihr Aufsteiger-Team – so wie es derzeit aussieht – in eine relativ normale Vorbereitung gehen. Die Freude darüber lag am vergangenen Samstagnachmittag im Sportpark Rezataue genauso in der Luft wie die Vorfreude auf die neue Saison, in welcher der Meister der Bezirksliga Süd erstmals seit 28 Jahren wieder auf Verbandsebene in der Landesliga Nordost antreten wird. Auch wenn es schwierig gewesen sei, nach dem Saisonabbruch und dem Meistertitel aufgrund der Quotientenregelung Emotionen zu entwickeln, stellte Abteilungsleiter Roland Mayer mit Blick auf die Weißenburger Mannschaft und ihre Trainer fest: „Ihr habt Historisches geleistet!“ Gemeinsam mit seinem Spartenleiter-Kollegen (und Torhüter) Jonas Herter sowie Marius Burgschneider vom Sponsor Dotlux GmbH überreichte Mayer die frisch gelieferten Meister-T-Shirts mit der Aufschrift „Landesliga-Aufsteiger 2019/2021“ an den kompletten Spielerkader, an Cheftrainer Markus Vierke, Co-Trainer Michael Seitz, Masseur Johannes Stöhr und Pressewart Dieter Siol. Mit der Aufschrift ist neben dem Erfolg auch das Besondere dokumentiert: aufgrund der Pandemie handelte es sich um eine auf zwei Jahre gestreckte Spielzeit.
Flick und Gerland aus NM/Jura
Mayer zeigte sich besonders stolz, dass der Aufstieg mit einem Team erreicht wurde, in dem fast alle Aktiven bereits in den Jugendmannschaften des TSV 1860 gespielt haben. Als „Väter des Erfolgs“ bezeichnete der Spartenleiter die beiden Trainer Vierke (39) und Seitz (44). „Wir sind heilfroh, dass wir mit Euch die beiden Toptrainer des Kreises Neumarkt/Jura und vielleicht sogar in ganz Mittelfranken in unseren Reihen haben“, sagte der Spartenleiter und schickte augenzwinkernd noch einen Vergleich hinterher, in dem er Trainer Markus Vierke als Hansi Flick und dessen „Co“ Michael Seitz als Hermann Gerland des Kreises NM/Jura bezeichnete.
Auch Jonas Herter stellte heraus, dass es mit dem Landesliga-Aufstieg gelungen sei, „wieder auf einem Niveau zu spielen, dass wir uns alle gewünscht haben“. Eine entsprechende Feier von Seiten des Vereins werde zu gegebener Zeit noch folgen. Nach einem Online-Seminar für die Landesliga-Nordost am gestrigen Sonntag gehen die Verantwortlichen davon aus, dass der Punktspielstart am 24. Juli erfolgen wird. Die Entscheidung über das Spielmodell soll diese Woche fallen.
Dass die Weißenburger weiter auf die eigene Jugend setzen werden, unterstrichen Herter und Mayer beim Trainingsauftakt ganz besonders. Der Jugendstil zeigt sich auch beim Blick auf die Neuzugänge, die zum Großteil aus dem eigenen Nachwuchs kommen: Ferat Nitaj und Tom Vierke waren zuletzt schon voll im Kader der „Ersten“. Zudem kommen Amil Aga, Philipp Schwarz, Maximilian Schwarz, Noah Schneider, Noah Leitel, Leo Wees, Johannes Koch, Denis Neagu und Tobias Schnitzlein aus der U19 des TSV 1860 heraus. Mit Maximilian Laub und Yannic Duvenbeck sind zudem zwei Ex-Weißenburger von der SpVgg Ansbach zurückgekehrt, wo sie zuletzt in der U19-Bayernliga gespielt haben.
Und noch ein Comeback ist zu vermelden: Sebastian Walter, der aus familiären und beruflichen Gründen längere Zeit pausiert hat, will wieder angreifen. Von 2015 bis zur Saison 2017/2018 hatte Walter 45 Bezirksliga-Einsätze für Weißenburg. Der inzwischen 31 Jahre alte Offensivmann hatte zuvor von 2012 bis 2015 beim SC 04 Schwabach gespielt und in dieser Zeit auch 24 Landesliga-Partien absolviert. Somit ist er neben Christian Leibhard (ehemals SV Seligenporten II) der einzige TSV-Akteur mit Landesliga-Erfahrung.
Test gegen Bayernligist Feucht
Für den Großteil der Spieler ist die Herren-Landesliga also Neuland und stellt für alle Beteiligten eine echte Herausforderung dar. Dementsprechend intensiv will man sich beim TSV 1860 vorbereiten. Zunächst stehen vor allem Trainingseinheiten auf dem Plan. Am Dienstag, 22. Juni, um 19 Uhr ist das erste Testspiel beim FC/DJK Weißenburg angesetzt. Am Freitag 25. Juni, um 19 Uhr folgt ein Heimspiel gegen den VfB Eichstätt II und am Mittwoch, 30. Juni, um 19 Uhr empfängt der TSV 1860 den Bayernliga-Aufsteiger SC Feucht.
Weitere Vorbereitungsspiele sind gegen den SSV Oberhochstatt (2. Juli), den SV Rednitzhembach (6. Juli) und den FV Dittenheim (17. Juli) geplant. Am 10./11. Juli steht zudem ein Trainingslager-Wochenende in Würzburg-Lengfeld auf der Agenda. Natürlich kann es bei diesen Terminen noch die eine oder andere Verschiebung geben.

Der BFV hat in den Abendstunden die Saison 2019/2021 offiziell abgebrochen: Unsere 1. Herrenmannschaft steigt nach 28 Jahren (damals TSV Weißenburg) wieder in die LANDESLIGA auf. Herzlichen Glückwunsch an alle Spieler, das Trainerteam um Markus Vierke und an alle Funktionäre unserer Mannschaft. Wir alle sind verdammt stolz auf beide Herrenmannschaften (auch auf die U23 mit dem Kreisliga-Klassenerhalt) und hoffen baldmöglichst gebührend feiern zu dürfen.

 

Fußball-Bezirksligist TSV 1860 Weißenburg hat nach über vier Monaten Zwangspause und unter Corona-Auflagen das Training am Platz wieder aufgenommen. Auch ein Team des Bayerischen Rundfunks kam zum Auftakt in die Rezataue: Der Trainingsauftakt eines Fußball-Bezirksligisten ist in normalen Zeiten höchstens der jeweiligen Heimatzeitung eine Meldung wert. In Zeiten einer Pandemie sieht das etwas anders aus: Der Start der TSV-1860-Kicker nach über vier Monaten Zwangspause aufgrund der Corona-Beschränkungen lockte am Dienstagabend sogar ein Team des Bayerischen Rundfunks (BR) nach Weißenburg. In den Beiträgen für Radio und Fernsehen ging es weniger um die sportlichen Perspektiven des aktuellen Spitzenreiters der Fußball-Bezirksliga Süd, sondern vielmehr um den Trainingsablauf unter Corona-Bedingungen sowie um die Freude über die lang ersehnte Rückkehr auf den Platz. „Es ist unbeschreiblich“, schwärmt TSV-Spieler Maik Wnendt. Ihm macht es großen Spaß, mit seinen Teamkollegen endlich wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Sicher gab es zum Beispiel beim Online-Training virtuellen Kontakt. Doch jetzt wieder all die Fußballkumpels „in echt“ zu sehen, das ist schon was anderes. Kurzum: Wnendt spricht von „Glücksgefühlen“. Als Protagonist der Beiträge zeigt und schildert der Weißenburger Mittelfeldspieler den Ablauf eines kontaktfreien Fußballtrainings. Das beginnt schon mit der Tatsache, dass die Spieler bereits umgezogen zum Vereinsgelände kommen müssen, denn die Kabinen sind geschlossen. Und deshalb geht es für alle Beteiligten am Trainingsende auch direkt wieder nach Hause – zum Duschen.

Übungen mit Abstand

Bei den Übungen stehen allgemeine Fitness, Koordination und vor allem Technik mit dem Ball im Vordergrund. Die entsprechenden Parcours hat Trainer Markus Vierke aufgebaut, der von Co-Trainer Markus Lehner unterstützt wird. Knapp 20 Spieler der ersten Mannschaft sind gekommen. Es ist die erste gemeinsame Trainingseinheit der TSV-Fußballer seit Ende Oktober. Klar ist es keine Einheit, wie man sie sonst kennt. Dennoch ist auch mit Abstand vieles möglich: Passübungen, Dribbeln, Laufen, Torschuss zum Beispiel – das ist jedem Spieler auf jeden Fall lieber als Online-Training oder die xte Lauf-Challenge. Dementsprechend groß ist die Freude über das Wiedersehen. Und über die Rückkehr auf den Platz. Und vor allem auch darüber, endlich mal wieder auf dem Sportplatz einen Ball am Fuß zu haben. Das unterstreicht auch Maik Wnendt, der extra von Bamberg zu dem Training angereist ist, im BR-Interview. Von Freude und zugleich von Erleichterung spricht auch Trainer Markus Vierke, der zusammen mit seinem Team darauf hofft, dass der Inzidenzwert im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wie zuletzt auch weiterhin stabil unter 50 bleibt. Dann wäre in einem nächsten Lockerungsschritt auch ein Training mit Kontakt – sprich mit Zweikämpfen und Spiel – möglich. Und irgendwann im Frühjahr, so hofft man beim TSV 1860 wie bei vielen anderen Klubs, wird dann auch der Spielbetrieb wieder starten und einen sportlichen Abschluss der verlängerten Saison 2019/2021 ermöglichen.

Überregionale Aufmerksamkeit

Auch die Spartenleiter des TSV 1860, Roland Mayer und Jonas Herter, zeigten sich froh und zufrieden. Letzterer trainierte selber mit und freute sich ebenso wie Mayer, dass die Weißenburger Fußballabteilung nach dem Besuch des Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), Rainer Koch, im September 2020 nun erneut eine überregionale Aufmerksamkeit bekommen hat. „Presse, Rundfunk und Fernsehen gleichzeitig vor Ort – das haben wir beim TSV 1860 wohl noch nie gehabt“, stellte Mayer fest. Der Radiobeitrag lief am Mittwoch mittags auf Bayern 1, der Fernsehbericht folgte später im „Dritten“ in der Abendschau. Die Sendung kann über die Mediathek noch abgerufen werden. Klicken Sie hier.

Wintertraining und Wetterkapriolen! Diese beiden Begriffe gehörten in den vergangenen Jahren bei den heimischen Fußballern eigentlich immer fest zusammen. Die schwierigen Platzverhältnisse durch Schnee, Eis, Regen und Kälte warfen nicht selten sämtliche Vorbereitungspläne über den Haufen. Auch beim TSV 1860 Weißenburg.
Heuer sieht es anders aus: Unabhängig von der Witterung ist in der aktuellen Corona-Situation ohnehin kein gemeinsames Training erlaubt. Hallen und Sportstätten sind seit Monaten gesperrt. Insofern ist Markus Vierke ganz froh über das Winterwetter der vergangenen Tage und Wochen. Die Bedingungen würden aus Sicht des Weißenburger Trainers ohnehin kaum eine normale Vorbereitung zulassen, selbst wenn der Sport wieder erlaubt wäre.
Der TSV 1860 steckt wie alle Vereine in einer XXL-Winterpause. Seit dem 18. Oktober 2020 hat der Tabellenführer der Bezirksliga Süd kein Spiel mehr bestritten. Damals gewann die Vierke-Truppe mit 3:1 gegen die SG Herrieden, wenig später sorgten die steigenden Infektionszahlen für einen kompletten Amateursport-Stopp. Dass dieser so lange dauern würde – mindestens noch bis 7. März – hätte der TSV-Coach und mit ihm viele andere damals nicht gedacht.
Fitness und Auspowern im Fußball-Homeoffice
Der November und Dezember waren bei den Weißenburger Fußballern „sehr ruhig“, wie Markus Vierke rückblickend sagt. Im neuen Jahr komme jetzt aber „wieder Leben rein“. Mitte Januar ging es mit dem Onlinetraining los. Zweimal die Woche sind rund 20 Leute aus dem Kader der „Ersten“ dabei, wenn Kraft, Stabilisation und Fitness auf dem Programm stehen. Auspowern im Fußball-Homeoffice statt in der Halle oder draußen auf dem Platz.

Anfang Januar, das ist immer der Termin für die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft der Vereine. Seit 2004 hat sich das Turnier zu einem echten Klassiker und Publikumsmagneten entwickelt. Der Neujahrsempfang für die Fußballgemeinde sozusagen. Heuer musste das bei Spielern und Zuschauern gleichermaßen beliebte Turnier aus allseits bekannten Gründen abgesagt werden. Das C-Virus ist dazwischen gegrätscht und hat dafür gesorgt, dass in diesem Winterhalbjahr gleich die komplette Hallenfußball-Saison ausfällt. Grund genug, ein wenig zurückzublicken auf die vergangenen Stadt-Championate in der Landkreishalle . . .
. . . und einen zu fragen, der in den letzten zehn Jahren fast immer auf dem Parkett stand, wenn es um den ersten Titel eines neuen Fußballjahres ging: Bastian Forster vom TSV 1860 Weißenburg: „Die Stadtmeisterschaft ist immer etwas Besonderes“, stellt er treffend fest. Die „freundschaftliche Rivalität“ und die „gute Atmosphäre in der Halle mit 500 bis 600 Zuschauern“ machen für den 28-Jährigen den speziellen Reiz des Turniers aus. Für Forster, der sowohl für die „Erste“ als auch für die „Zweite“ gespielt hat, ist es ein schönes Treffen der Vereine aus dem Umkreis, bei dem man sich sportlich nichts schenkt. Oder anders formuliert: „Da geht immer was ab!“
Ähnlich sieht das Roland Mayer. Er ist der Hauptorganisator aus den Reihen des Ausrichters TSV 1860 und hat das Turnier im Jahr 2004 ins Leben gerufen. In den ersten Jahren hatte die Stadtmeisterschaft noch nicht den hohen Stellenwert, den sie sich nach und nach erspielte. Das stets spannende Dauerduell zwischen dem TSV und dem FC/DJK, die für ein Jahr auch gemeinsam in der Bezirksliga gespielt haben, hat dazu sicher seinen Beitrag geleistet.
Jedenfalls ist zuletzt ein regelrechter Hype entstanden. Das liegt aus Sicht von Roland Mayer (zusammen mit Jonas Herter zugleich TSV-Spartenleiter) auch an der Atmosphäre mit acht Teams und vielen Besuchern gleichzeitig in der Halle. „Das ist einfach kompakter und attraktiver“, findet Mayer im Vergleich zur sommerlichen Stadtmeisterschaft auf dem Feld, wo das Turnier mehr „zerpflückt“ sei und in den vergangenen Jahren auch ein bisschen eingeschlafen ist.
Das Hallenturnier mit Vereinen aus Weißenburg und dessen Ortsteilen sowie immer wieder wechselnden Gastmannschaften (zum Beispiel der SV Nennslingen, die DJK Raitenbuch, der SV Möhren oder der SC Langlau) hat sich hingegen zu einem echten Renner entwickelt.
Rekordsieger ist – wenig überraschend – der TSV 1860 Weißenburg: 13 von 17 Stadtmeisterschaften haben die TSVler bislang gewonnen, anfangs noch als Bezirksoberligist, später dann als Bezirks- und Kreisligist. Einmal machte auch die TSV-Zweite das Rennen und feierte 2005 den Titel. Der TSV 1860 holte von 2004 bis 2008 immer Platz eins und hat zuletzt von 2017 bis 2020 erneut eine Siegesserie hingelegt. In den Jahren dazwischen war die Angelegenheit offener: Der FC/DJK durfte sich 2009, 2013 und 2016 als Stadtmeister feiern lassen; die Eintracht Kattenhochstatt machte 2011 das Rennen.
Apropos 2011: Das war das einzige Jahr, in dem der TSV 1860 mit keinem seiner Teams im Endspiel stand. Hier liefen Kattenhochstatt und der FC/DJK zum Finale ein, wobei die Eintracht knapp mit 2:1 die Oberhand behielt. Die favorisierten TSVler hatten zuvor sogar komplett das Halbfinale verpasst. „Herren vergeigen Stadtmeisterschaft“ lautete damals auf der Homepage der TSV-Sechziger die bittere Überschrift. Abgesehen davon war das Stadtturnier unterm Dach der Landkreishalle aber eine Erfolgsgeschichte für den TSV 1860, der hier 2014 mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft auch seinen größten Erfolg feierte. Die Stadttitel musste sich der TSV oftmals hart erspielen und erkämpfen. Klar, jeder wollte gerade in dieser speziellen Atmosphäre das Aushängeschild des Jura Südens besiegen.
Vor allem der FC/DJK machte dem TSV 1860 in den vergangenen Jahren Konkurrenz. Seit 2013 hieß das Finale immer TSV gegen FC – einzige Ausnahme war 2018, als die TSV-Kicker den Titel unter sich ausspielten. Die „Erste“ setzte sich damals schließlich im Endspiel mit 5:4 (0:0) gegen die eigene „Zweite“ (sprich die U23) durch. TSV I gegen TSV II hatte es zuvor auch schon 2007 im Finale geheißen und mit einem 3:0 für die „Erste“ geendet.
Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass seit 2013 sechs von acht Endspielen erst im Neunmeterschießen entschieden wurden. Es herrschte bei den abendlichen Turnieren immer Hochspannung bis kurz vor Mitternacht – das und vieles mehr wird man in diesem Corona-bedingt tristen Fußballwinter schmerzlich vermissen.

2004: TSV 1860 Weißenburg I – SSV Oberhochstatt 3:2 durch „Golden Goal“.
2005: TSV 1860 Weißenburg II – SSV Oberhochstatt 1:0.
2006: TSV 1860 Weißenburg I – FC/DJK Weißenburg 3:1.
2007: TSV 1860 Weißenburg I – TSV 1860 Weißenburg II 3:0.
2008: TSV 1860 Weißenburg I – FC/DJK Weißenburg 2:1.
2009: FC/DJK Weißenburg - TSV 1860 Weißenburg I 3:2 (2:2) nach Neunmeterschießen.
2010: TSV 1860 Weißenburg I – Eintracht Kattenhochstatt 2:0.
2011: Eintracht Kattenhochstatt – FC/DJK Weißenburg 2:1.
2012: TSV 1860 Weißenburg I – TSG Ellingen 1:0.
2013: FC/DJK Weißenburg – TSV 1860 Weißenburg I 5:4 (1:1) nach Neunmeterschießen.
2014: TSV 1860 Weißenburg I – FC/DJK Weißenburg 6:4 (2:2) nach Neunmeterschießen.
2015: TSV 1860 Weißenburg I – FC/DJK Weißenburg 4:2 (3:1) nach Neunmeterschießen.
2016: FC/DJK Weißenburg – TSV 1860 Weißenburg I 6:5 (2:2) nach Neunmeterschießen.
2017: TSV 1860 Weißenburg I – FC/DJK Weißenburg 3:1.
2018: TSV 1860 Weißenburg I – TSV 1860 Weißenburg II 5:4 (0:0) nach Neunmeterschießen.
2019: TSV 1860 Weißenburg I – FC/DJK Weißenburg 3:1 (1:1) nach Neunmeterschießen.
2020: TSV 1860 Weißenburg I – FC/DJK Weißenburg 2:1.

In der Fußball-Bezirksliga Süd ist der TSV 1860 Weißenburg auf dem besten Weg zur Meisterschaft. Dennoch, so warnt Trainer Vierke, dürfe man sich „nicht viel erlauben“. Wann es weitergeht, ist offen. Sicher ist dagegen der weitgehende Ausfall der Hallensaison, was den Verein besonders schmerzt. Klar, rein von den sportlichen Ergebnissen hätte es nicht besser laufen können für den TSV 1860 Weißenburg im Jahr 2020. Nach dem Re-Start baute das Team von Trainer Markus Vierke seine Führung in der Fußball-Bezirksliga Süd mit fünf Siegen und 17:2 Toren in fünf Partien deutlich aus. Sieben Spiele der Saison 2019/2021 sind im Frühjahr noch zu absolvieren, sieben Punkte Vorsprung beträgt das Polster für diesen Endspurt. „Wir haben uns schon eine wahnsinnig gute Ausgangsposition verschafft“, sagt denn auch der Coach und ist „megaglücklich“ über den Vorsprung. Die Aktien für das große Ziel – Meisterschaft und Landesliga-Aufstieg – stehen laut Vierke „nicht schlecht“. Andererseits besteht für ihn aber keinerlei Anlass in der Restsaison „die Füße hochzulegen“. Trotz sieben Zählern Vorsprung dürfe man sich „nicht viel erlauben“. Wie alle anderen Vereine der Region so tut sich auch der TSV 1860 schwer mit den Planungen für eine Spielzeit, deren weiterer Verlauf entscheidend von der Corona-Entwicklung abhängig ist. Für den November haben die Weißenburger auf jeden Fall mal eine komplette Pause eingelegt. Dann will man die neuen Vorgaben für den Dezember abwarten. Falls Mannschaftstraining länger verboten bleibt, wird der TSV 1860 versuchen, sich wie schon im Frühjahr wieder mit Läufen und Videotraining zurückzutasten, und hofft, dass dann ab Ende Januar eine Vorbereitung in gewohnter Form möglich ist.

Der TSV 1860 Weißenburg war gegen die SG Herrieden Herr im Haus: Der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Süd setzte sich gestern Nachmittag im heimischen Sportpark Rezataue mit 3:1 gegen den abstiegsbedrohten Frankenhöhe-Club durch. Für die Mannschaft von Trainer Markus Vierke war es im fünften Spiel nach Wiederaufnahme der Saison der fünfte Sieg. Damit wahrte der TSV seinen Acht-Punkte-Vorsprung auf Zirndorf und Dittenheim. „Wir hätten einen Sahnetag gebraucht, um hier etwas zu holen“, stellte SG-Trainer Thomas Seibold nach Spielschluss fest. „Die Weißenburger haben spielerisch eine starke Mannschaft, die machen richtig Betrieb“, lobte der Gästecoach und sprach von einem verdienten Sieg des Spitzenreiters. Seibold: „Wir hätten nur eine Chance gehabt, wenn wir unsere Möglichkeiten konsequent genutzt hätten.“ So zum Beispiel gleich in der vierten Minute, doch TSV-1860-Torhüter Johannes Uhl zeigte mit einem starken Reflex gegen Peter Bernhard seine Klasse und verhinderte einen Rückstand der Gastgeber. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, das trotz zahlreicher Chancen in der ersten Hälfte torlos blieb. Auf Weißenburger Seite hatten Tom Vierke (14.), Max Pfann (19.) und Robin Renner (25.) die Führung auf dem Fuß, vergaben aber ebenso wie Christian Leibhard per Kopfball (41.) in aussichtsreicher Position. Pech hatte Maik Wnendt, der nach Freistoß-Hereingabe von Ferat Nitaj aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf (20.). Auf der Gegenseite konnte Uhl ein zweites Mal klären, als er einem Herriedener am Elfer den Ball vom Fuß nahm. Nach Wiederbeginn wurde ein Schuss von Tom Vierke noch geblockt. In der 57. Minute zirkelte der Youngster dann jedoch einen Freistoß nach innen: Christian Leibhard war am Fünfer zur Stelle und verlängerte den Ball zur 1:0-Führung ins Tor. Damit war der Bann gebrochen und nur eine Minute später holten die Weißenburger zum Doppelschlag aus: Nach einem weiten Ball von Leibhard über die Abwehr hinweg ging Max Pfann auf und davon und vollstreckte eiskalt zum 2:0.

Das Ergebnis hätte in seiner Deutlichkeit wohl kaum ein Fußballfan erwartet: Im Spitzenspiel der Bezirksliga Süd zwischen dem Tabellenzweiten FV Dittenheim und dem führenden TSV 1860 Weißenburg gewann Letzterer klar mit 4:0 Toren und hat damit einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg gemacht. Die Elf von TSV-60-Trainer Markus Vierke hat nun satte acht Punkte Vorsprung vor dem neuen Zweitplatzierten Zirndorf und den Dittenheimern.Vierke hatte eigentlich ein umkämpftes Spitzenspiel mit Derbycharakter erwartet, doch seine Elf war nach einer ersten und vergebenen Chance von FVD-Torjäger Thomas Selz hellwach und attackierte früh. In der 18. Minute hatte FV-Keeper Andre Ballenberger Mühe, einen satten Freistoß von Ferat Nitaj zur Ecke zu lenken und nur eine Minute später köpfte Robin Renner eine Flanke von Max Pfann übers Gehäuse. Nach einer halben Stunde gegen die spielerisch überlegenen Weißenburger gab es ein Lebenszeichen der Dittenheimer, als Michael Halbmeyer aus 20 Metern knapp über die Latte zielte. Auf der Gegenseite bediente Ferat Nitaj seinen Sturmkollegen Max Pfann, der im Duell gegen den herauslaufenden Andre Ballenberger jedoch das Nachsehen hatte. Mit dem Pausenpfiff war es dann aber so weit: Ferat Nitaj spielte einen Freistoß zu Max Pfann, der zurückprallen ließ, sodass Nitaj mit Wucht aus 22 Metern zum 1:0 für die TSV-Sechziger traf.

Vom Tabellenstand her war nichts anderes zu erwarten: Der Bezirksliga-Tabellenführer TSV 1860 Weißenburg hat das Schlusslicht SV Marienstein am Samstag klar mit 5:0 bezwungen. Zugleich patzten die Verfolger FV Dittenheim (2:3 gegen Ornbau), FC Wendelstein (1:3 gegen Aufkirchen) und ASV Zirndorf (1:1 gegen Herrieden), womit die Sechziger nun fünf Punkte Vorsprung haben. Die waren im Sportpark Rezataue trotz eines Kälteeinbruchs heiß auf die Punkte. Von Beginn an riss die Elf von Trainer Markus Vierke die Partie an sich, attackierte die Mariensteiner schon an deren Strafraum und machten mächtig Druck. Die Gäste mühten sich um Ordnung in der Defensive, doch gegen flinke Weißenburger waren sie zu oft einen Schritt zu langsam. In der 10. Minute konnte SV-Torhüter Gabriel Rehm eine Flanke von Robin Renner nicht sicher klären und Jonas Ochsenkiel knallte das Leder aus vier Metern zum 1:0 in die Maschen. Gut zehn Minuten später waren es erneut die beiden TSV60-Akteure, die das 2:0 nachlegten. Diesmal war es Jonas Ochsenkiel, der einen Freistoß schnell ausführte und Robin Renner die Vorlage gab. Der TSV-Rechtsaußen hatte aus 14 Metern keine Schwierigkeiten, Gabriel Rehm zu überwinden. In der 25. Minute kamen die Mariensteiner das einzige Mal gefährlich vor das Tor von Johannes Uhl, doch der TSV-Keeper lenkte den Schuss von Oliver Reichenberger zur Ecke. Die folgende Hereingabe köpfte dann Reichenberger auf die Latte des Weißenburger Tores. Das war es dann aber schon mit den Angriffen des Tabellenletzten, der zuletzt zwar zwei Siege einfahren konnte, aber gegen die konzentriert agierenden Platzherren kaum Offensivkraft entwickelte. Marienstein bemühte sich, blieb aber viel zu harmlos, um die Gastgeber in Bedrängnis zu bringen.

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